Melodie & Rhythmus

Newcomer: Charlie Rayne

23.06.2015 14:43
Foto: Melhem Rizk

Foto: Melhem Rizk

HEIMAT: Beirut, Berlin

MUSIKER: Charlie Rayne (voc, g, har)

LAUFBAHN: Der Sound verrät nicht, dass dieser Junge erst aus Beirut nach Berlin gezogen ist. Wenn der bärtige Lockenkopf mit der Gitarre und der Mundharmonika auf der Bühne steht, denkt man eher an die USA als an Nahost. Bob Dylan kommt einem in den Sinn. Doch die Amerikanische Universität in Beirut hat sich zur Brutstätte für Bands entwickelt. Auch Charlie Rayne hat dort studiert – und sich nebenher seine beeindruckende Gitarrentechnik angeeignet. Irgendwann brauchte er eine Pause vom heimischen Biotop: Er zog durch Europa und blieb in Berlin hängen. Wegen der Energie der Stadt, sagt er.

ZITAT: »When the sun finally sets / I’m a-start heading west / I’ve no reason to stay in the east.«

ZUKUNFTSMUSIK: Charlie nimmt auf Kassette auf. Das passt zu seinen Songs, die mühelos mit dem Vermächtnis des Folk spielen. In der Heimat lieferte er ein Mosaiksteinchen zur Beiruter Indie-Szene. Die Musiklandschaft der Wahlheimat Berlin bereichert er mit einer kräftig warmen Farbe, die hier so gar nicht mehr gemischt wird.

Charlie Rayne Wider Waters
Bandcamp
charlierayne.bandcamp.com

Der Beitrag erscheint in der Melodie und Rhythmus 4/2015, erhältlich ab dem 26. Juni 2015 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

TOP 10: Juni 2024

Liederbestenliste

Ältere M&R-Newsletter

Aus dem M&R-Archiv

Auf Ostfrontlinie gebracht
Nationalistische Parolen, Geschichtsklitterung, Hassexzesse, sogar Begeisterung für den totalen Krieg – einer wachsenden Zahl von Künstlern und Intellektuellen ist offenbar jedes Mittel recht, um sich der neuen Volksgemeinschaft gegen Russland anzudienen. weiterlesen

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Rudolstadtfestival 2023: Viva Cuba

Fotos von Katja Koschmieder und Jens Schulze weiterlesen

In eigener Sache

Wenn die Kraft fehlt
Weshalb der Verlag 8. Mai das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus einstellt

Leider müssen wir heute eine schmerzliche Niederlage eingestehen: Das Magazin für Gegenkultur Melodie & Rhythmus (M&R) kann nicht weiter erscheinen. Das hat verschiedene Gründe, sie sind aber vor allem in unserer Schwäche und in der der Linken insgesamt zu sehen. weiterlesen

*****************

»Man hat sich im ›Grand Hotel Abgrund‹ eingerichtet«
Zum Niedergang des linken Kulturjournalismus – und was jetzt zu tun ist. Ein Gespräch mit Susann Witt-Stahl

Ausgerechnet vor einem heißen Herbst mit Antikriegs- und Sozialprotesten wird M&R auf Eis gelegt – ist das nicht ein besonders schlechter Zeitpunkt?
Ja, natürlich. … weiterlesen

logo-373x100

Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Jetzt abonnieren

flashback