Melodie & Rhythmus

Ist das noch Punkrock?

25.04.2012 11:43

Die Ärzte

Die Ärzte stellen im 30. Jahr ihrer Existenz eine entscheidende Frage
Text: Thomas Winkler, Fotos: Nela König, Jörg Steinmetz

Man hätte ja gar nicht damit angefangen. Aber wenn Die Ärzte selber ständig damit anfangen? Dann spricht man halt noch mal drüber. Über Punkrock. 36 Jahre, nachdem ihn die Ramones erfunden haben, 35 Jahre, nachdem ihn die Sex Pistols erfolgreich geklaut haben, 30 Jahre, nachdem Die Ärzte begannen, sich ihren ganz eigenen Reim auf ihn zu machen.

Denn das Album, mit dem Die Ärzte feiern, nun halb so alt zu sein wie die Rolling Stones, trägt nicht nur den hingerotzten Titel »auch«, es beginnt auch gleich mit einem Lied, das schon im Titel besorgt fragt: »Ist das noch Punkrock?«. Die Antwort, die im Text gegeben wird, ist nicht allzu ermutigend: »Ich glaube nicht.« Kurz darauf, in einem Stück, das »Freundschaft ist Kunst« heißt, stellen sie dann ernüchtert fest: »Punk ist jetzt der neue Mainstream.« Diese Songs sind nicht nur bedauernd, nicht nur frustriert, sondern auch ironisch und hinterfragend. Aber: Farin Urlaub, Bela B. und Rodrigo González haben vielleicht keine einheitliche Meinung zum Thema. Doch eins ist sicher: Die Sache mit dem Punkrock treibt sie immer noch um.

Doch warum bloß? Nach 30 Jahren, in denen der Erfolg gegen alle Erwartungen – auch ihre eigenen übrigens – immer weiter wuchs. Nach Goldenen Schallplatten, ausverkauften Tourneen und einem solch gefestigten Status und lang anhaltenden Erfolg, den in diesem Land bestenfalls noch Die Toten Hosen oder Herbert Grönemeyer aufzuweisen haben.

Die Ärzte auch
Hot Action Records/Universal
www.bademeister.com

Den kompletten Beitrag lesen Sie in der Melodie&Rhythmus 3/2012, erhältlich ab dem 27. April 2012 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch hier bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen



In eigener Sache

Wenn die Kraft fehlt
Weshalb der Verlag 8. Mai das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus einstellt

Leider müssen wir heute eine schmerzliche Niederlage eingestehen: Das Magazin für Gegenkultur Melodie & Rhythmus (M&R) kann nicht weiter erscheinen. Das hat verschiedene Gründe, sie sind aber vor allem in unserer Schwäche und in der der Linken insgesamt zu sehen. weiterlesen

*****************

»Man hat sich im ›Grand Hotel Abgrund‹ eingerichtet«
Zum Niedergang des linken Kulturjournalismus – und was jetzt zu tun ist. Ein Gespräch mit Susann Witt-Stahl

Ausgerechnet vor einem heißen Herbst mit Antikriegs- und Sozialprotesten wird M&R auf Eis gelegt – ist das nicht ein besonders schlechter Zeitpunkt?
Ja, natürlich. … weiterlesen

TOP 10: OKTOBER 2022

Liederbestenliste

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 5% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop

Verkaufsstelle finden

Kiosk finden
logo-373x100

Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Jetzt abonnieren

Jetzt abonnieren
flashback