Melodie & Rhythmus

Absurdes Theater

25.04.2012 09:19

Deichkind

Deichkind revolutionieren den Konzertbegriff
Text: CKLKH Fischer, Fotos: Monique Wüstenhagen

Deichkind in der ausverkauften Berliner Columbiahalle: Es war eine Aufführung in drei Akten, bei einer Gesamtspielzeit von zwei Stunden. Und sehr viel länger hätten weder Publikum noch Künstler diesen Exzess aus Musik, Licht und Performance durchgehalten.

Wo die Theater der Republik darum kämpfen, relevant zu sein, die moderne Welt mit Umsetzungen von beispielsweise David Foster Wallace‘ »Unendlicher Spaß« zu fassen zu bekommen oder sich mit immer neuen Aktualisierungen der Klassiker aushelfen, zieht diese unabhängige Theatergruppe einfach an ihnen vorbei.

Hier wird sich mit unnachahmlicher Leichtigkeit und chirurgischer Präzision der gesellschaftlichen Themen und Umbrüche angenommen – des sich beschleunigenden Wahnsinns aus Kommerzgeilheit und prekären Arbeitsverhältnissen, der digitalen Abhängigkeit und Selbstdarstellung, der gelebten Armut und des unverdienten Reichtums. Für die seit dreizehn Jahren bestehenden Deichkinder scheint nichts einfacher zu sein als das. Sie erreichen bei ihren Aufführungen sogar etwas, an dem noch jede Bühne gescheitert ist: die Einbindung des Publikums in die Performance.

Natürlich erschloss sich nicht jedem Gast jede Anspielung und Aussage, dafür sind die Lieder zu doppelbödig. Selbst den Feuilletons des Landes gelang erst in diesem Jahr, sich der rechten Deutung des Deichkind-Schaffens anzunähern. Besser spät als nie.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in der Melodie&Rhythmus 3/2012, erhältlich ab dem 27. April 2012 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch hier bestellen.

Lesen Sie auch:
M&R 1/2012: Deichkind: Die Herren der Freiheit

Ähnliche Artikel:

Anzeigen



In eigener Sache

Wenn die Kraft fehlt
Weshalb der Verlag 8. Mai das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus einstellt

Leider müssen wir heute eine schmerzliche Niederlage eingestehen: Das Magazin für Gegenkultur Melodie & Rhythmus (M&R) kann nicht weiter erscheinen. Das hat verschiedene Gründe, sie sind aber vor allem in unserer Schwäche und in der der Linken insgesamt zu sehen. weiterlesen

*****************

»Man hat sich im ›Grand Hotel Abgrund‹ eingerichtet«
Zum Niedergang des linken Kulturjournalismus – und was jetzt zu tun ist. Ein Gespräch mit Susann Witt-Stahl

Ausgerechnet vor einem heißen Herbst mit Antikriegs- und Sozialprotesten wird M&R auf Eis gelegt – ist das nicht ein besonders schlechter Zeitpunkt?
Ja, natürlich. … weiterlesen

TOP 10: OKTOBER 2022

Liederbestenliste

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 5% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop
logo-373x100

Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Jetzt abonnieren

Jetzt abonnieren
flashback