Text: CKLKH Fischer, Fotos: Santiago Flores
Drei junge, aufstrebende Bands, die nicht unterschiedlicher sein könnten: Die zweite »Melodie&Rhythmus Live«-Veranstaltung war ein äußerst abwechslungsreicher Abend. Und obwohl das Konzert gleichzeitig die Relaunch-Party für die neue Melodie&Rhythmus war, die bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal öffentlich präsentiert wurde, drehte sich im Maschinenhaus der Berliner Kulturbrauerei natürlich alles um die Musik.
Sängerin Janna Wonders und ihre drei Männer von YA-HA! begannen den Abend. Sie heizten dem Publikum mit ihrer elektronischen und – dank Produzent und Blumentopf-Rapper Flo Schuster – auch mit Rap gewürzten Indie-Pop-Mischung bestens gelaunt ein. Elektro-Dance mit deutschen Texten, die der YA-HA!-Fanclub vor der Bühne ziemlich perfekt mitsang – einem Chart-Erfolg dürfte nichts im Wege stehen.
Mit Toni Kater folgte eine der faszinierendsten Sängerinnen Deutschlands. Die leisen Songs von Toni Kater verlangten vom Publikum sehr viel Aufmerksamkeit, doch wenn man sich auf ihre Lieder einließ, die sie mit einer kleinen Begleitband (Bass/Piano und Schlagzeug) und einem entzückend schüchternen Zwei-Personen-Chor vortrug, konnte man sich der Magie ihrer Songs nicht entziehen. Das Publikum forderte zu Recht eine Zugabe – wie bei den anderen Bands auch.
Zum Schluss spielten Gretel, eine dreiköpfige Band (Gitarre, Schlagzeug, Gesang), die mit geradlinigem, souligen Rock und der unglaublichen Stimme ihrer Frontfrau überraschte. Ein kraftvoller, satter, vor Lebenslust schier berstender Sound, der die Zuschauer sofort zum Tanzen brachte – und der trotzdem immer dann am beeindruckendsten war, wenn Gretel das Tempo zurücknahmen und ihre Blueswurzeln durchschimmern ließen.
Das zweite Konzert war nicht das letzte: »Melodie&Rhythmus Live« geht in die dritte Runde. Schon am 3. Mai präsentieren wir wieder Künstler und Bands aus der neuen Generation deutscher Musik: Tapete & Crying Wölf, Tanga Elektra und Dan Freeman. Wie immer im Maschinenhaus der Kulturbrauerei.
Wir freuen uns auf Sie.



Fotos von Katja Koschmieder und Jens Schulze








