Melodie & Rhythmus

Ein zweischneidiges Schwert

23.06.2015 14:48
Für die Minstrel-Shows wurden weiße Darsteller schwarz angemalt Foto: Wikimedia.org/publicdomain

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Kolonialismus und die Entstehung der Popmusik

Daniel Siebert

Die historische Wechselwirkung zwischen Kolonialismus und Musik ist schwierig zu ermessen und noch viel schwieriger zu bewerten. Man muss zunächst unterscheiden zwischen dem Einfluss der europäischen Musiktraditionen in den Kolonien und dem Einfluss der Kolonien auf die europäischen Musiktraditionen. Letzteren zu eruieren ist anspruchsvolle Aufgabe. Üblicherweise wird mit einer Betrachtung des sogenannten Exotismus begonnen. In einschlägigen Musiklexika findet man dazu folgende Definition: »Exotismus ist eine Vielzahl verschiedenartiger Phänomene und Strömungen, deren Hauptmerkmal in einer Beeinflussung der europäischen Kunst durch fremdländische, insbesondere außereuropäische Elemente besteht.« Diese Beeinflussung kann natürlich ganz unterschiedlich gewichtet und bewertet werden.

In manchen Operetten des 19. Jahrhunderts wurde beispielsweise der Orient oder Vorderorient durch besondere Sujets oder auch durch Übernahme einer fremden Harmonik und orientalische Melodien dargestellt. Solche Annäherungen sind in gewisser Hinsicht als naiv zu beurteilen, allerdings waren sie damals in Mode. Oft wurde vor allem der Nahe und Ferne Osten glorifizierend und als geheimnisvoll dargestellt. Das gilt auch für die berühmte Oper »Die Entführung aus dem Serail« von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahre 1782. Sie stellt gewissermaßen einen künstlerischen Auftakt für die Ausbreitung des Exotismus dar und ist eines der ersten bedeutenden Musikstücke, die direkten Bezug auf die Kolonialisierung nahmen.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 4/2015, erhältlich ab dem 26. Juni 2015 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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