Melodie & Rhythmus

Glaubwürdigkeit ist wichtiger als alles andere

22.02.2016 14:06
Foto: Mike Hunt

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Tricky redet Klartext über Karrieristen und Duckmäuser im Musikbusiness

Interview: Dagmar Leischow

Adrian Thaws alias Tricky ist ein Mann, der aus seinem Herzen keine Mördergrube macht. Auf seiner CD »Skilled Mechanics« arbeitet er einige Kindheitstraumata auf. Und im Gespräch verteilt der Brite, der in Berlin lebt, Seitenhiebe gegen Kollegen wie Kanye West.

Was halten Sie von Musikern, die am liebsten fröhliche Lieder ohne Tiefgang singen?

Sagen wir es so: Sie sind das beste Beispiel dafür, wie sich das Musikgeschäft im Laufe der Jahre verändert hat. Heutzutage streben die Leute in erster Linie nach Erfolg, Ruhm und Geld. Jemand wie Kanye West ist nur noch auf gutes Airplay bedacht. Dabei war er nicht immer so. Als der Hurrikan Katrina in New Orleans wütete, sagte er im Fernsehen: »George Bush sind die Schwarzen völlig egal.« Das war ein brillantes Statement, nur hat er sich danach nie wieder politisch geäußert. Vielleicht hatte er Angst davor, sanktioniert zu werden. Nach dem Motto: Die Songs von Kanye West werden im Radio nicht mehr gespielt. Seitdem er bloß noch über seine Modekollektion oder die Turnschuhe, die er designt hat, redet, ist er zu einem der erfolgreichsten Musiker aufgestiegen.

Das scheinen Sie ihm übel zu nehmen.

Ich ziehe echte Künstler wie Bob Marley oder John Lennon vor. Die haben sich nicht von der Konsumgesellschaft vereinnahmen lassen, sondern sich für das eingesetzt, was ihnen wichtig war. …

Tricky Skilled Mechanics
False Idols
www.trickysite.com

Das komplette Interview lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 2/2016, erhältlich ab dem 26. Februar 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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