Melodie & Rhythmus

Zwischen Odin und Conan, dem Barbaren

25.04.2012 10:53
Schwerpunkt Pop & Religion

Heidentum ist kein Faschismus

»Heidnische« Bilder in Rockmusik und Heavy Metal
Text: Manuel Trummer, Fotos: Sebastian Willnow, Marcus Brandt

Etwa seit Mitte der 1990er prägen sie die Ästhetik von Rockmusik und Heavy Metal: Wikinger, Kelten, Germanen, Trolle und andere Gestalten aus längst vergangenen Zeiten. Sie zieren Plattencover, bilden die Hauptattraktion großer Festivals und tummeln sich in Musikvideos. Was steckt hinter der Popularität dieser anachronistischen Figuren in den modernen Popszenen des 21. Jahrhunderts?

Heidentum im Heavy MetalDie kulturhistorischen Wurzeln für die Aneignung neuheidnischer Ideen und mythologischer Bilder in der modernen Rockmusik finden sich in den spirituell vibrierenden Swinging Sixties. Ausgehend von lokalen Zentren in London und San Francisco knüpften Bands wie Black Widow (UK) oder Coven (USA) Kontakte zu verschiedenen, zur selben Zeit entstehenden neureligiösen Gemeinschaften, etwa der Wicca-Bewegung des selbst ernannten »King of Witches« Alex Sanders (1926– 1988) oder der Church of Satan von Anton LaVey (1930–1997). Die naiv anmutenden Texte über Beschwörungen und Hexenverfolgungen im zeittypischen Folkrockgewand muten aus heutiger Perspektive naiv an. Unbestritten ist dennoch die Pionierfunktion dieser Gruppen, die um 1969 zum ersten Mal alternativ-religiöse Ideen in die breite Popkultur einspeisten.

Mainstream-Rockbands der späten 1960er Jahre, etwa die Rolling Stones und vor allem Led Zeppelin, wussten schon früh die Spiritualität der Hippie-Ära Image fördernd für sich zu nutzen. Gerade Led Zeppelin erwiesen sich als Pioniere für die Adaption mythologischer Bilder in der Rockmusik.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in der Melodie&Rhythmus 3/2012, erhältlich ab dem 27. April 2012 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch hier bestellen.

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