Melodie & Rhythmus

Leserbriefe

28.02.2012 12:20

Eigentlich lese ich als »Ossi« ihre Zeitung immer ganz gern. Nun hatte ich aber das Gefühl, ich habe Spiegel, Focus usw. vor mir. So einen »netten« Rammstein-Artikel bin ich nur von diesen Blättern gewöhnt.
Sandra Müller, per E-Mail

Ich wollte alle Artikel der M&R recherchieren, die zu Knorkator erschienen sind. Da ich die M&R nicht aufhebe, dachte ich, ich schaue mal online nach. Leider wird bei euch auch nur auf das Heft verwiesen. Wie wäre es, wenn ihr die Artikel, die älter als zwei Jahre sind, online freigebt? Das interessiert doch sowieso niemanden mehr. Für Interessierte wäre es aber eine große Hilfe. Es sollte m. E. möglich sein, das so zu halten, das es nicht ausgedruckt werden kann.
Andreas Striegler, per E-Mail

Seit mehren Ausgaben lese ich nun regelmäßig ihre Zeitung. Ich finde es toll, dass Sie Melodie&Rhythmus weiterführen. Als störend empfinde ich jedoch, dass die Sprache bei vielen Themen oftmals eine politische Tendenz besitzt. Natürlich bin ich mir bewusst, dass die Zeitschrift vom Verlag 8. Mai GmbH herausgegeben wird, aber es ist schade, dass eine Musikzeitung so potenzielle Leser vergrault. Das heißt nicht, dass die Zeitung nicht kritisch und auch politisch sein sollte, aber eine objektivere Sichtweise und Sprache wäre meiner Meinung nach angemessen. Beispielhaft dafür sind zum Beispiel Zitate aus dem Artikel »Let me get what I want« aus der Ausgabe »Musik und Geld«: »Dabei sind es zweifelsohne Besitzverhältnisse, ist es das ›Geld‹, das Geschichte macht. […] Selbst der Nationalsozialismus wird heute eher wie eine Krankheit, die über die Deutschen kam, behandelt […], während kaum mehr von den Finanziers Hitler und deren Interessen gesprochen und geschrieben wird.« Zuallererst möchte ich dazu anmerken, dass ich politisch eindeutig im linken Spektrum einzuordnen bin. Des Weiteren bin ich ein Student aus Leipzig, der die DDR nur als Säugling mitbekommen hat. Als politisch linke Person beunruhigt mich so eine Aussage, da ich sie zuallererst nicht nachvollziehen kann (ich glaube, man schreibt sehr viel über die Beziehungen von Hitler zu »seinen« Großindustriellen und der Wagnerfamilie… selbst die populärwissenschaftlichen Guido-Knopp-Dokumentationen haben sich damit intensiv beschäftigt).
Des Weiteren ist diese Aussage jedoch kritisch zu bewerten, da sie andeutet, dass das Interesse der Industrie für Hitler für seinen Aufstieg verantwortlich sei. Es ist zwar zum Teil wahr, jedoch wird hier die Gesamtschuld der Deutschen negiert. Der Nationalsozialismus war eine Massenbewegung, die ihre Anhänger nicht nur bei der Industrie und dem Militär, sondern in allen Bevölkerungsschichten und vor allem bei der Jugend hatte. Eine »Teilschuld« des Kapitals mag zwar offizielle DDR-Doktrin gewesen sein, ist aber meiner Meinung nach weder links noch vertretenswert. Schade fand ich auch, dass in der Ausgabe zu »Mode & Musik« kein Artikel über die Mod-Subkultur zu finden war, die ja kulturhistorisch eine der einflussreichsten Modebewegungen in der Musikgeschichte war, da sie nicht nur die Skinhead-Mode, sondern eben auch das punknahe Mod-Revival, die Britpop- Bewegung sowie die heutige Indie-Szene beeinflusst hat. Damit hätte man eine breite Leserschaft ansprechen können und hätte einen guten Gegenpol zum lesenswerten Glamrock-Artikel geschaffen.
Lutz-Linus Fröbel, per E-Mail

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