Melodie & Rhythmus

Traumfabrik in Tempelhof

31.12.2013 13:46

Dieter Thomas HeckIn ihren 100 Jahren haben die Berliner Union Film Studios viel erlebt – nicht nur Dieter Thomas Heck
Text: Thomas König, Foto: dpa

Den legendären Ort, den wir in dieser Ausgabe vorstellen, werden Leser, die ab Mitte der 70er und 80er musikalisch sozialisiert wurden, noch gut in den Tiefen ihres Unterbewusstseins gespeichert haben. Und zwar aus einer Zeit, als Samstagabend in vielen Familien – in Ost wie West gleich – noch das Ritual gemeinsamen Fernsehens zelebriert wurde. Baden, Abendessen, Glotze an. Auf dem Bildschirm erschien eine Uhr, ein Moderator sagte die sekundengenaue Zeit und dann pünktlich, um 19.30 Uhr: »Hier ist Berlin! Guten Abend aus dem Studio 1 der Berliner Union Film zu ihrer ZDF-Hitparade!« Genau 183 Folgen moderierte Dieter Thomas Heck aus diesem Studio und seine ersten und letzten Worte in jeder Sendung sind über viele Jahre wirklich das geworden, das man als Kult bezeichnen kann. Am Anfang besagtes Intro und zum Ende jeder Sendung der Aufruf an den Tontechniker, das Band mit der Abspannmusik zu starten: »Reiner, fahr ab!« Und während bei anderen Sendungen am Ende ein Abspann mit einem Schriftband durch das Bild lief, das die Beteiligten nannte, las Schnellsprecher Heck alles selbst vor, jeden einzelnen Namen vom Kameramann, Maskenbildner, Regieassistenten bis zu »Regie: Truck Branss!« Dann drohte er sich noch fast mit seiner Zunge zu überschlagen: »Das war natürlich eine Sendung ihres Zett-Dee-Eff!« war.

Die Hitparade, damals als konservativer Gegenentwurf zu den legendären Rock- und Pop-Sendungen »Beat-Club«, »Musikladen« und »Disco konzipiert«, wurde von 1969 bis 1984 von Dieter Thomas Heck moderiert. Er machte sie deutschlandweit populär und zu einem unvergesslichen Teil hiesiger Fernsehunterhaltung.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie&Rhythmus 1/2014, erhältlich ab dem 3. Januar 2014 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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