Melodie & Rhythmus

Es geht nur noch im Einschaltquoten

28.12.2010 20:44

Text: Jürgen Winkler, Foto: Christiane Brinkmann

Günther Fischer ist der erfolgreichste Filmmusikkomponist der DDR. Vor 1990 arbeitete er in beiden deutschen Staaten und den USA, nach 1990 setzte er seine Arbeit fast nahtlos fort. Seine Musik für den DEFA-Film »Solo Sunny« gehört zum Kanon des DDR-Kinos und wurde auch international bekannt. m&r traf sich mit einem sehr entspannten Günther Fischer an einem Wintertag im tiefverschneiten »Neu-Helgoland« am Rand von Berlin, um über Film, Musik und Filmmusik zu sprechen.

Wie komponieren Sie Filmmusik?
Man kann in der Filmmusik nicht immer zeigen, was man drauf hat, sonst würde der Film überladen werden. Wenn man sich in den Vordergrund drängt, macht man eine Szene kaputt oder zerstört Emotionen. Du musst dich zwar behaupten, aber trotzdem sehr sensibel sein und genau wissen, wie weit du gehen darfst. Das ist auch einen Frage der Inspiration und der Qualität.

Wussten Sie von Anfang an, wie das Titellied aus »Solo Sunny« komponiert werden muss?
Nein. Bei »Solo Sunny« haben wir uns Zeit gelassen, weil wir wussten, wenn der Haupttitel nicht funktioniert, dann funktioniert der Film nicht. Der ganze Film dreht sich ja um diesen Titel.

Der Song fängt sehr ruhig an, sehr getragen.
Am Anfang dachte ich, der Titel muss mehr Power haben. Ich hatte mehrere Songs komponiert, aber dann merkten wir, dass er mehr unter die Haut gehen muss. So entstand »Come Between The Lights«.

Das komplette Interview lesen Sie in der melodie&rhythmus 1/2011, erhältlich ab dem 4. Januar 2011 am Kiosk oder im Abonnement.

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