Melodie & Rhythmus

Im Land der stark begrenzten Möglichkeiten

15.12.2020 14:56
Die Familie Joad in John Fords Verfilmung des Romans »Früchte des Zorns« aus dem Jahr 1940 Foto: Imago Images/Ronald Grant

Die Familie Joad in John Fords Verfilmung des Romans »Früchte des Zorns« aus dem Jahr 1940
Foto: Imago Images/Ronald Grant

Regisseur Rafael Sanchez inszeniert am Schauspiel Köln das erschütternd aktuelle Sozialdrama »Früchte des Zorns«

Leon Engler

Er hatte das Buch noch nicht gelesen, da brannte es bereits. Mittlerweile ist das Foto von dem Arbeiter, der John Steinbecks Roman auf Geheiß des Vorsitzenden des lokalen Farmerverbands Bill Camp angezündet hatte, im Kern County Museum in Bakersfield archiviert. Heute wird »Früchte des Zorns« (Originaltitel: The Grapes of Wrath) längst als eines der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts gehandelt; die Hauptfigur Tom Joad gilt als Ikone der Rebellion. Der Autor wurde mit dem Pulitzerpreis und dem Nobelpreis für Literatur gewürdigt – nicht zuletzt für diese 464 Seiten literarischen Sprengstoff.

Nach seiner Veröffentlichung im April 1939 wurde der Roman in den USA zum Politikum: In den ganzen Vereinigten Staaten versuchten konservative Kreise, ihn verbieten und aus Klassenzimmern entfernen zu lassen. …

[≡] Früchte des Zorns
Regie: Rafael Sanchez
Schauspiel Köln (Depot 2)
Ab 19. Dezember 2020

Der komplette Beitrag erscheint in der Melodie & Rhythmus 1/2021, erhältlich ab dem 18. Dezember 2020 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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