Melodie & Rhythmus

Alles ist möglich

23.06.2015 14:23
Foto: Gene Blevins (Reuters)

Foto: Gene Blevins (Reuters)

Der US-amerikanische Singer-Songwriter David Rovics rät der revolutionären Linken zu mehr Optimismus

Interview: Susann Witt-Stahl

David Rovics spielt seit mehr als 20 Jahren auf Demonstrationen, in besetzten Häusern und linken Zentren. Mittlerweile gehört der 48-jährige Sänger und Gitarrist aus Portland zu den bekanntesten nichtkommerziellen Singer-Songwritern weltweit. Seine Lieder handeln von Klassenkämpfen gestern und heute, und sie erinnern und Ausbeutung ihr Leben verloren haben. M&R traf David Rovics am Rande des Musikfestivals »Klassenfest gegen Staat und auch immer wieder an jene, die im Kampf gegen Unterdrückung Kapital« in Hamburg.

Was verstehen Sie unter musikalischer Agitation?

Mit einem Song kann ich in nur wenigen Minuten sehr eindringlich Geschichten erzählen und emotionale Verbindungen aufnehmen. Sie sind ein mächtiges Instrument, das Menschen bildet, zusammenbringt und Gemeinschaften schmiedet. Diese Eigenschaften können für gute und schlechte Zwecke genutzt werden. Musik kann Menschen zur Revolte gegen den Kapitalismus inspirieren, aber auch zu einem Pogrom motivieren. Das Militär setzt Musik ein, um die Moral der Truppe zu heben und die Soldaten zu animieren, den erklärten Feind so zu hassen, dass sie ihn umbringen können.

Musik spricht objektiv die Wahrheit aus, oder sie lügt …

Absolut. Wichtig ist aber auch, dass sie Dinge verschweigt. Wer das Radio anschaltet, hört Musik, die nichts über die Realität, unsere Gesellschaft und die Geschichte sagt – nur über nächtelange Partys und Sex.

Das komplette Interview lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 4/2015, erhältlich ab dem 26. Juni 2015 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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