Melodie & Rhythmus

Leserbriefe

10.12.2019 14:00

Leserbriefe

Schicken Sie uns Ihre Meinung, Anregungen und Kritik: an redaktion@melodieundrhythmus.com
oder Verlag 8. Mai GmbH, M&R, Torstraße 6, 10119 Berlin

Liebe M&R,

danke für das Interview mit Talib Kweli. Es ist schon traurig, dass im Land der Täter die einstigen Opfer weiterhin für deren Zwecke missbraucht werden. Wer Kritiker von rechter israelischer Politik pauschal als Antisemiten verunglimpft, ist wirklich auf einem ganz falschen Dampfer. Oder versucht, sie eben ganz gezielt mundtot zu machen. Egal, wie man zur BDS-Kampagne im Einzelnen steht (da darf durchaus diskutiert werden!), ist doch unzweifelhaft, dass die Ausladung eines Kweli und vieler anderer Künstler einfach nur Ausdruck eines feigen Konformismus ist. Dass hierzulande kaum jemand den Mut hat, das zu erkennen, macht noch trauriger − man muss doch in der Tat nur nach England oder in die USA blicken, um zu sehen, dass dort trotz der obligatorischen Antisemitismusvorwürfe ganz anders über den Boykott und Israel-Kritik debattiert wird. […] Während Netanjahus Likud mit der Neuen Rechten eine gemeinsame Fraktion in der Knesset baut, lädt man hierzulande Künstler aus, die sich gegen deren Politik engagieren …

Jonas Täumer

Liebe Redaktion,

erst mal danke: Ihr seid eine Stimme in der deutschen Presselandschaft, die unbedingt gebraucht wird. Ihr ahnt schon, es kommt ein Aber. Bei allem Positiven, was sich über M&R sagen lässt, Spaß macht die Lektüre nicht. Ich bin sehr dankbar für den intellektuellen Anspruch, die fast schon akademische Sorgfalt und die inhaltliche Tiefe der Themen. Aber es gibt Abende, da muss ich mich sehr überwinden, das Heft in die Hand zu nehmen und durch Seiten voller geschichtlicher Gräuel und zukünftiger Dystopien zu blättern […]. Die Welt ist so. Aber vielleicht könntet Ihr die Revolution ein bisschen mit Humor, Genuss und Freude füllen. Die Welt und die Kunst nicht nur zeigen, wie sie sind, sondern auch träumen, wie sie sein sollten.

Tatjana Linz

Anzeigen

Ältere M&R-Newsletter

M&R-Newsletter 3/2026

Blutgemeinschaft

M&R-Newsletter 2/2026

Eine Klasse für sich

M&R-Newsletter 1/2026

Der Fährmann

M&R-Newsletter 4/2025

Zerstörung der Menschlichkeit

M&R-Newsletter 3/2025

In der Spaßblase

M&R-Newsletter 2/2025

Rettung der Vergangenheit

M&R-Newsletter 1/2025

Eiserne Staatsräson

Berechtigte Mahnungen

M&R-Newsletter 4/2024

Triumph der Reaktion

M&R-Newsletter 3/2024

Repressives Dogma

M&R-Newsletter 2/2024

»Eine neue Flamme«

M&R-Newsletter 1/2024

Verordneter Philosemitismus

M&R-Newsletter 4/2023

Wiederschlechtmachung

M&R-Newsletter 3/2023

Ideologische Supermacht
»Komm auf die dunkle Seite!«

M&R-Newsletter 2/2023

Kriegsstifter und Friedenshetzer
Lachend in den dritten Weltkrieg?

M&R-Newsletter 1/2023

Sag mir wo die Blumen sind
Nie wieder Frieden

Aus dem M&R-Archiv

Auf Ostfrontlinie gebracht
Nationalistische Parolen, Geschichtsklitterung, Hassexzesse, sogar Begeisterung für den totalen Krieg – einer wachsenden Zahl von Künstlern und Intellektuellen ist offenbar jedes Mittel recht, um sich der neuen Volksgemeinschaft gegen Russland anzudienen. weiterlesen

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

logo-373x100

Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss
flashback