Melodie & Rhythmus

Die Bayerische Staatsoper 1933–1963

22.02.2016 14:36
Foto: wikipedia / cc by-sa 3.0

Foto: wikipedia / cc by-sa 3.0

Eine Münchner Vortragsreihe beleuchtet Kulturpolitik zwischen Faschismus und Nachkriegskontinuität

Mit »Die Meistersinger von Nürnberg«, Adolf Hitlers Lieblingsoper, eröffnete die Bayerische Staatsoper 1963 ihre erste Saison im restaurierten Nationaltheaterbau am Max-Joseph-Platz in München. Der damalige Intendant Rudolf Hartmann hatte dort seit 1937 als Regisseur Erfolge feiern können.

Die Kontinuitäten aus der Nazi-Herrschaft waren in der Bayerischen Staatsoper bis hinein ins Wirtschaftswunder laut dem Münchner Theaterwissenschaftler Jürgen Schläder »erstaunlich groß«. Er hat auf Initiative von Intendant Nikolaus Bachler mit seinem Forschungsteam in den vergangenen drei Jahren die Geschichte der Staatsoper zwischen 1933 und 1963 aufgearbeitet und dazu kulturpolitische Dokumente, Personalakten, Zeitzeugenaussagen und Bildmaterial zu Aufführungen neu ausgewertet.

Seit Januar werden die Ergebnisse nun in Form einer regelmäßigen Vortragsreihe an der Staatsoper präsentiert. Bei den verbleibenden Terminen am 7. März und 30. Mai wird u. a. die Verfolgung jüdischer Ensemblemitglieder nach 1933 aufgezeigt, aber auch der Skandal um Werner Egks Ballett »Abraxas« und die »Wiederaufbau-Debatte« der 50er-Jahre kommen zur Sprache. Mit einem Symposium am 23. und 24. Juli 2016 erhält das Projekt seinen gebührenden Abschluss.

red

Der Beitrag erscheint in der Melodie und Rhythmus 2/2016, erhältlich ab dem 26. Februar 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Anzeigen

Ältere M&R-Newsletter

M&R-Newsletter 3/2026

Blutgemeinschaft

M&R-Newsletter 2/2026

Eine Klasse für sich

M&R-Newsletter 1/2026

Der Fährmann

M&R-Newsletter 4/2025

Zerstörung der Menschlichkeit

M&R-Newsletter 3/2025

In der Spaßblase

M&R-Newsletter 2/2025

Rettung der Vergangenheit

M&R-Newsletter 1/2025

Eiserne Staatsräson

Berechtigte Mahnungen

M&R-Newsletter 4/2024

Triumph der Reaktion

M&R-Newsletter 3/2024

Repressives Dogma

M&R-Newsletter 2/2024

»Eine neue Flamme«

M&R-Newsletter 1/2024

Verordneter Philosemitismus

M&R-Newsletter 4/2023

Wiederschlechtmachung

M&R-Newsletter 3/2023

Ideologische Supermacht
»Komm auf die dunkle Seite!«

M&R-Newsletter 2/2023

Kriegsstifter und Friedenshetzer
Lachend in den dritten Weltkrieg?

M&R-Newsletter 1/2023

Sag mir wo die Blumen sind
Nie wieder Frieden

Aus dem M&R-Archiv

Auf Ostfrontlinie gebracht
Nationalistische Parolen, Geschichtsklitterung, Hassexzesse, sogar Begeisterung für den totalen Krieg – einer wachsenden Zahl von Künstlern und Intellektuellen ist offenbar jedes Mittel recht, um sich der neuen Volksgemeinschaft gegen Russland anzudienen. weiterlesen

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

logo-373x100

Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss
flashback