Melodie & Rhythmus

Entfaltung des Grauens

30.08.2016 14:37
Foto: Cover

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Mondo Sangue über verkanntes Musikschaffen: Den Kannibalenfilm-Soundtrack

Interview: Matt Zurowski

Wenngleich die blutrünstigen Kannibalen-Schocker der 70- Jahre nur von wenigen Kritikern zu den Höhepunkten des italienischen Kinos gezählt werden, haben sie doch eine eingeschworene Fangemeinde. Seit der Wiederveröffentlichung von Nico Fidencos Soundtrack zu »Nackt unter Kannibalen« im Jahr 1996 steht vor allem die eigentümliche Filmmusik im Zentrum des Fan-Interesses. Das Stuttgarter Duo Mondo Sangue, bestehend aus Christian Bluthardt und Yvy Pop, hat nun einen Soundtrack zu »L’Isola dei dannati« eingespielt – einem »verschollenen« Film, den noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat.

Wie kommt man auf die Idee, ausgerechnet einen imaginären Kannibalenfilm zu vertonen?

Yvy Pop (YP): Wir haben vor zwei Jahren bei der Produktion von zwei Sound tracks erstmals zusammengearbeitet. Schon damals war klar: Wir wollen etwas gemeinsam entwickeln. Soundtracks zu Filmen, die wir gerne gesehen hätten, wenn sie gedreht worden wären.

Christian Bluthardt (CB): Wir wollten auf jeden Fall im Bereich der italienischen Soundtracks vergangener Zeiten arbeiten und einigten uns recht schnell auf die verkannteste aller Nischen: den Kannibalenfilm.

Was macht heute den Reiz dieser Kannibalenfilme aus?

CB: Die Filme sind nach wie vor wegen ihrer argen Brutalität und expliziten Darstellungen berühmt-berüchtigt – außerdem bieten sie einen gewissen verruchten Retro-Charme.
YP: Der Reiz für uns liegt aber in den wunderschönen, epischen und zu Unrecht geschmähten Soundtracks, die diese verstörenden Bilder untermalen. Diese Tür wollten wir aufstoßen.

Mondo Sangue L’Isola dei dannati
Allscore

Das komplette Interview lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 5/2016, erhältlich ab dem 2. September 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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