Melodie & Rhythmus

Das Gegenteil von »so tun als ob«

10.09.2019 14:42
Foto: Artangel

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Heiner Goebbels über die Schönheit des Machens und der Kollaboration

Interview: Bastian Tebarth

Ende der 1970er-Jahre spielte Heiner Goebbels mit dem Sogenannten Linksradikalen Blasorchester in der Frankfurter Sponti-Szene. 1994 feierte er mit »Surrogate Cities« seinen Durchbruch in der Kunstmusik. M&R sprach mit dem Komponisten anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums über diese berühmte Orchestersuite, seine neuen Arbeiten »Under Construction« und »Everything that Happened and Would Happen« und über die große Bedeutung, die die Schönheit für ihn hat.

Herr Goebbels, bei Ihrer neuen Musiktheater-Produktion »Everything that Happened and Would Happen«, die unlängst bei der Ruhrtriennale ihre deutsche Premiere gefeiert hat, arbeiten Sie mit einer beeindruckenden Bildersprache. Was bedeutet Ihnen Schönheit?

Zum einen teile ich mit Heiner Müller das Interesse am Schönen. In einem seiner späten Gespräche hat er eine überraschende und zunächst seltsam klingende These formuliert, als er sagte: »Theater muss schön sein. Auch wenn du Grauen darstellst oder Brutalitäten darstellst: Es muss schön sein, sonst ist es nicht fremd. Das Fremdeste in unserer Realität ist Schönheit.« Und wenn wir von den Überästhetisierungen der Waren, der Werbung und der Metropolen absehen, ist Schönheit in der Realität tatsächlich selten.

Drei Horatier Songs aus: Surrogate Cities
Volkshaus Jena, 25. September 2019
Theater Münster, 29., 30. Oktober, 3. November 2019
Osnabrück-Halle, 4. November 2019

Das komplette Interview erscheint in der Melodie & Rhythmus 4/2019, erhältlich ab dem 13. September 2019 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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