Melodie & Rhythmus

Leserbriefe

23.06.2014 14:09

Leserbriefe

Schicken Sie uns Ihre Meinung, Anregungen und Kritik: an redaktion@melodieundrhythmus.com oder Verlag 8. Mai GmbH, M&R, Torstraße 6, 10119 Berlin

Liebe Redaktion,

jedes Jahr ein bis zwei Relaunchs, das kennt man ja bei Euch. Der aktuelle ist sicher der radikalste seit Langem. Optisch hat sich das gelohnt, wenn man denn auf hippen Retro-Chic steht, auch wenn es etwas arg »gewollt« rüberkommt. Inhaltlich, das muss ich leider so deutlich sagen, war ich nach wenigen Zeilen extrem genervt vom ständigen Marxismus-Antifaschismus- Imperialismus-Blabla. Selbst wenn versucht wurde, immer den Musikkontext zu finden, muss man wohl schon 1:1 mit Euch auf einer Meinungswelle schwimmen, um dessen nicht überdrüssig zu werden. Und das sage ich als einer, der sich durchaus politisch links verortet. Seit Ihr im Verlag 8. Mai angesiedelt seid, hat man ja stets den politischen Standpunkt herauslesen können, das war auch okay so. Nur habt ihr das nun deutlich überzogen, finde ich. Der unterschwellige Humor, der vor ein, zwei Jahren noch drin war, ist nunmehr gänzlich abhanden gekommen, das macht das Lesen zu einer äußerst zähen Angelegenheit.

Vielleicht erreicht Ihr so ja ein neues, vielleicht ein größeres oder zumindest treueres Publikum als bisher. Das sei Euch gegönnt. Für mich heißt es aber vorerst Abschied nehmen.

Alles Gute!
Axel Brehmer

Hallo,

[…] Man erkennt Ihre »Linkslastigkeit« sofort z.B. an der Farbgebung ihres Leitartikels in der Mai-Ausgabe. Was auch immer Ihre »faschistisch/marxistisch« angehauchten und auch so einiger ausformulierten Artikel und Wortverwendungen bewirken sollen – Ihre Kernaussage, dass jedwede musikalische Äußerung was mit Politik und Sozialkultur zu tun haben soll, kann ich so nicht nachvollziehen.

Irgendwie kommt mir der Gedanke, dass Sie ein Organ der Linkspartei sein könnten, ideologisch geschickt versteckt hinter dem uralten DDR-Titel, dessen Sinnhaftigkeit sich nur denen erschließt, die in dieser Zwangsgesellschaft leben mussten.

Aber lassen wir mal die Politik beiseite: Dass Musik oder Kunst generell die Gesellschaft mitgestaltet und durch die Gesellschaft mitgestaltet wird, ist ja keine neue Erkenntnis, denn wir »Westler« erwarten schon eine möglichst parteineutrale Musik- und Kulturkritik. […]

Einige Inhalte Ihrer Zeitschrift haben mich berührt, und ich habe mich sogar mit den Inhalten einiger Artikel länger beschäftigt. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert.

Dafür herzlichen Dank.

Bernd Kunz (Ehemaliger Verkaufsleiter Wersi, Dr. Böhm, Technics, Young Chang)

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
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