Melodie & Rhythmus

»Alle Risse und Widersprüche«

27.06.2017 14:06
Enno Stahl

Foto: DPA-Bildfunk / Daniel Naupold

Enno Stahls analytischer Realismus und sein neuer Roman »Spätkirmes«

Kai Köhler

Kirchweiler scheint kein schlechter Ort zu sein. Die Einwohner der Kleinstadt kennen und grüßen sich, es gibt noch Schulen, Kindergärten, sogar Ärzte. Wer von der Landschaft genug hat oder Geld verdienen muss, erreicht mit Bahn oder Auto in wenigen Minuten Düsseldorf und Köln. Natürlich gibt es auch hier, wie schließlich überall, Armut. Aber wer wird sich schon davon stören lassen, wenn bei bestem Spätsommerwetter die »Spätkirmes« bevorsteht, die Enno Stahls neuemRoman den Namen gibt. Da kann man was hören und was sehen, die unzähligen Schützenvereine marschieren auf, danach sitzt man an Bier- und Bratwurstbuden beisammen.

Dort verabreden die lokalen Geschäftsleute, für die die Freude am Schützendasein ein Muss ist, künftige Deals. Aber auch viele andere Einwohner plaudern miteinander. Die Zugezogenen dürfen gerne dabei sein. Meta Tannert jedenfalls unterhält sich prächtig mit ihren Nachbarn und ärgert sich noch viel mehr als diese, wenn ihr Mann Hannes, der Herr Professor, das Minimum an Entgegenkommen verweigert, das ihre Freunde erwarten. Es gibt also Konflikte in Kirchweiler. Zum einen den Ehestreit der Tannerts: Warum steht Hannes bei allem so unbeteiligt herum, warum rechnet er kleinlich mit jedem Cent? Aber Hannes ist nur Juniorprofessor, und seine Stelle wird – was er Meta noch verschweigt – nicht verlängert. Wie sollen sie weiter das Haus abzahlen, den Beweis ihrer hart erkämpften Mittelstandsexistenz? Und will Hannes, dessen modellhafte Universitätskarriere vor einem jähen Ende steht, überhaupt in diesem Kaff versauern?

Enno Stahl
Spätkirmes
Verbrecher Verlag

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