Melodie & Rhythmus

Die Exerzitien der Erniedrigung

22.04.2014 15:16

Superstar-Teilnehmer
Foto: Patrick Pleul

Casting-Shows: 15 Minuten im Labor des Neoliberalismus
Matthias Rude

»Das klingt, als wenn sie dir den Arsch zugenäht haben und die Scheiße oben rauskommt!« – Für das herabwürdigende Verhalten der Jury wurde die Sendung »Deutschland sucht den Superstar« (DSDS) von der Kommission für Jugendmedienschutz schon gerügt. Die Kandidaten werden gezielt lächerlich gemacht und dem Spott eines Millionenpublikums ausgesetzt. Was aber bewegt Menschen dazu, sich freiwillig den vernichtenden Verdikten des alternden »Poptitans« Dieter Bohlen auszusetzen?

Es sind Andy Warhols berühmte 15 Minuten Ruhm, die locken: Casting-Shows verheißen die Demokratisierung des Nimbus. Halten können sie ihr Versprechen kaum. Dafür aber werden die Exerzitien der Erniedrigung stets härter. Man ist von den historischen Vorbildern, den Gladiatorenkämpfern auf Leben und Tod, weit entfernt. Aber dass der Daumen sich senkt oder hebt – das gehört fest zum Ritual der Unterwerfung. Ein Gewinner, viele Verlierer: Die RTL-Lektion fürs Leben. Und die »Verlierer« werden bloßgestellt, denn Demütigung ist für RTL ein Quotengarant.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der M&R 3/2014, erhältlich ab dem 25. April 2014 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Anzeigen

Che: Die ersten Jahre

flashback
logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Jetzt am Kiosk!

Anzeige Abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop

M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

Interview lesen
 
Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

Interview lesen
 
"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
Radiointerview anhören