Melodie & Rhythmus

Hinter der Fassade

11.12.2018 14:13

kp-brehmer
Fotos: VG Bild-Kunst, 2018 / Roman März

KP Brehmers Werke schaffen ein Bewusstsein für die Macht der Medien

Interview: Pablo Hermann

Der in Berlin geborene KP Brehmer hat die westdeutsche Kunstszene seit den frühen 1960er-Jahren entscheidend mitgeprägt. In seinen Arbeiten scheint der Einfluss der US-amerikanischen Pop-Art in einer Variante auf, die auf den Begriff »Kapitalistischer Realismus« gebracht wurde. Ausgebildet als Reproduktionstechniker, appelliert Brehmer in vielen seiner Werke für eine kritische Haltung gegenüber dem kapitalistisch gesteuerten Medienapparat. M&R sprach mit Eva Kraus, Kuratorin einer internationalen Brehmer-Ausstellung, die in Nürnberg ihre erste Station hat.

Was kann uns Brehmers Kunst über den heutigen Umgang mit Fake News beibringen?

In der Nürnberger Ausstellung sind viele seiner Visualisierungen politischer Tendenzen zu sehen. Brehmer hat die Missstände seiner Zeit beobachtet und zu entlarven versucht – und sich in diesem Zusammenhang auch stark mit Informationspolitik beschäftigt. Von ihm stammt die These, dass Statistiken lügen. Sie sind nur vermeintlich objektiv, denn man kann sie durch Verschieben des Fokus manipulieren. Brehmer hinterfragt also die Dominanz der Medien und ihre Manipulierbarkeit.

KP Brehmer. Kunst ≠ Propaganda
Neues Museum Nürnberg
Bis 17. Februar 2019

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ich bin Johanna aus dem SDS der HAW, der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Ich melde mich aus aktuellem Anlass zu Wort, um für die Wiederaufnahme der Melodie & Rhythmus zu sprechen.

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