Melodie & Rhythmus

Materialrevolutionen

26.09.2017 14:40
Zum Fortschritt in der elektronischen Musik

Foto: DPA / EPA / Laurent Gillieron

Zum Fortschritt in der elektronischen Musik

Gerfried Tschinkel

Kunst ist eingebettet in die gesellschaftlichen Verhältnisse. Die Widersprüche, die diese durchziehen, spiegeln sich, vielfach vermittelt, auch in der Musik. Ein Beispiel dafür, wie sie abgebildet werden, ist das Phänomen der Electronic Dance Music, kurz EDM, die den totalen Ausverkauf sämtlicher Stilrichtungen der elektronischen Tanzmusik betreibt. War die elektronische Musik bisher eher auf das Publikum ausgerichtet und spielten Spontanität und Experimente für den DJ eine wichtige Rolle, rückt dieser nunmehr wie ein Rockstar ins Rampenlicht. Auf Massenfestivals gibt er Hits zum Besten, die auch noch die Betrunkensten mitsingen können. Um den DJ kreist ein Personenkult, der in der Szene zuvor nie präsent war. Elektronische Musik befördert so – auch entgegen der Intention des Musikers – unkritische Haltungen, verunmöglicht es, Fortschrittliches zu transportieren, deutet die Szenecodes um und stützt die herrschenden Produktionsverhältnisse, obgleich die Produktivkräfte längst nicht mehr in Übereinstimmung mit diesen sind.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie & Rhythmus 4/2017, erhältlich ab dem 29. September 2017 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

TOP 10: Juni 2024

Liederbestenliste

Ältere M&R-Newsletter

Aus dem M&R-Archiv

Auf Ostfrontlinie gebracht
Nationalistische Parolen, Geschichtsklitterung, Hassexzesse, sogar Begeisterung für den totalen Krieg – einer wachsenden Zahl von Künstlern und Intellektuellen ist offenbar jedes Mittel recht, um sich der neuen Volksgemeinschaft gegen Russland anzudienen. weiterlesen

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Rudolstadtfestival 2023: Viva Cuba

Fotos von Katja Koschmieder und Jens Schulze weiterlesen

In eigener Sache

Wenn die Kraft fehlt
Weshalb der Verlag 8. Mai das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus einstellt

Leider müssen wir heute eine schmerzliche Niederlage eingestehen: Das Magazin für Gegenkultur Melodie & Rhythmus (M&R) kann nicht weiter erscheinen. Das hat verschiedene Gründe, sie sind aber vor allem in unserer Schwäche und in der der Linken insgesamt zu sehen. weiterlesen

*****************

»Man hat sich im ›Grand Hotel Abgrund‹ eingerichtet«
Zum Niedergang des linken Kulturjournalismus – und was jetzt zu tun ist. Ein Gespräch mit Susann Witt-Stahl

Ausgerechnet vor einem heißen Herbst mit Antikriegs- und Sozialprotesten wird M&R auf Eis gelegt – ist das nicht ein besonders schlechter Zeitpunkt?
Ja, natürlich. … weiterlesen

logo-373x100

Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Jetzt abonnieren

flashback