Melodie & Rhythmus

Einen Weg aus der Hölle finden

28.06.2016 14:34
Illustration: Eva Schönfeld

Illustration: Eva Schönfeld

Es ist schwer, über Syrien zu sprechen, über ein Land, das, so die Vereinten Nationen, von der größten humanitären Krise seit dem Zweiten Weltkrieg betroffen ist. Noch schwerer ist es, etwas über das kulturelle Leben hier zu sagen. Auf der einen Seite finden schwere Kämpfe statt, unter denen vor allem die Zivilbevölkerung leidet, auf der anderen Seite versuchen die Menschen zu überleben und sehnen sich nach einem normalen Alltag. Daher ist es, wenn du in Damaskus wohnst, nichts Außergewöhnliches, dass du monatlich zu Dutzenden kulturellen Events eingeladen wirst: Theater, Kino – und natürlich auch Live-Musik. Eine Veranstaltungsreihe, die mich besonders interessiert, nennt sich »Laqona ala al-Tariq«, was so viel heißt wie »Trefft uns auf der Straße«.

Alles begann vor fünf Jahren, mit Musikabenden in einem kleinen Kulturcafé in der Altstadt, das sich »Beit al-Hanin« (Haus der Nostalgie) nennt. Doch von Anfang an war die kleine Gruppe von Musikern, die sich zusammengefunden hatte, um die Abende zu organisieren, auch an Outdoor-Veranstaltungen interessiert – sie wollten live auf der Straße performen, so wie sie es schon in anderen Ländern gesehen hatten.

aalaAlaa Abo Farraj wurde 1988 in Suweida geboren, lebt heute in Damaskus und berichtet als Journalist und Fotograf in lokalen Medien über das Kulturleben in Syrien.
Foto: Hussain Khadour

Die komplette Kolumne lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 4/2016, erhältlich ab dem 1. Juli 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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