Melodie & Rhythmus

Der Schmalzerkönig

25.10.2016 15:54
Fotos (Montage): Mark Blinch / Reuters

Foto: Mark Blinch / Reuters

André Rieu dirigiert die leichte Muse ebenso meisterhaft wie die Gefühle seiner Fans

Barbara Stracci

Lockiges Haar, sympathisches Lächeln, festlicher Frack und die Geige stets im Anschlag – so präsentiert André Rieu seit Mitte der 1990er-Jahre höchst erfolgreich Potpourris aus Walzer, Operette, Musical und Filmmusik. Die Erweckung erfolgte früh: »Als ich noch ein kleiner Junge war, kaum fünf Jahre alt, schenkte mir meine Mutter eine Geige. Ab diesem Moment hatte ich nur noch einen Traum: Wenn ich später groß sein würde, wollte ich auf der Bühne stehen und ganz viele Leute mit schöner Musik unterhalten.« Dieser Traum hat sich zur Freude und zum Entsetzen von Millionen Menschen erfüllt. Unterstützt von seinem 50 Musiker umfassenden Johann-Strauss-Orchester, konnte sich der 1949 in Maastricht geborene Steh- und Showgeiger als Spitzenmarke im Bereich der populären Klassik etablieren – neben Europa kurioserweise vor allem in Australien, wo er mit dem Abverkauf seiner DVDs unzählige Gold- und Platinauszeichnungen eingefahren hat. Seine Bekanntheit in Deutschland verdankt Rieu nicht zuletzt Volksmusik-Impressario Karl Moik. Der Erfinder des Musikantenstadls sah Rieu in einer kleinen Fernsehsendung des niederländischen Privatfernsehens und dachte: »Wow! Den musst du haben für Österreich, für Deutschland, für die Schweiz – und ich hab’s geschafft«, attestierte sich Moik 2007 den eigenen Erfolg.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 6/2016, erhältlich ab dem 28. Oktober 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

Che: Die ersten Jahre

flashback
logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Jetzt am Kiosk!

Anzeige Rosa-Luxemburg-Konferenz

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop

M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

Interview lesen
 
Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

Interview lesen
 
"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
Radiointerview anhören