Melodie & Rhythmus

Zornige Walküren auf dem Maidan

26.12.2016 14:16
Ausschreitungen am »Tag der ukrainischen Kosaken« 2014 in Kiew: Anhänger der Swoboda-Partei Fotos: Gleb Garanich / Reuters

Ausschreitungen am »Tag der ukrainischen Kosaken« 2014 in Kiew: Anhänger der Swoboda-Partei
Fotos: Gleb Garanich / Reuters

Die Faschisierung der Popmusik in der Ukraine schreitet seit der orangen Revolution unaufhaltsam voran

Dmitri Kowalewitsch

Gesten nationaler Überlegenheit, Erniedrigung und Beleidigung sogenannter Separatisten und ethnischer Minderheiten, Lobeshymnen auf ukrainische Nazi-Kollaborateure und nur notdürftig kaschierte faschistische Parolen – ein erheblicher Teil der ukrainischen Jugend »konsumiert« diese rechte Ideologie seit Jahren auf Konzerten, Festivals und Partys. Die Saat der Fremdenfeindlichkeit ist offensichtlich aufgegangen. Rechtsextreme paramilitärische Banden sind das kaum zu übersehende Resultat.

Diese Entwicklung hat ihre Wurzeln in der westukrainischen Popszene der 1990er-Jahre. Viele der heutigen ultranationalistischen Pro-Maidan-Bands (wie Mertwyj Piven, Platsch Jeremiji und Komu Vnyz) begannen ihre Karrieren zu dieser Zeit und bewegten sich immer weiter von damals noch moderat nationalistischen Positionen an den äußersten rechten Rand. Bis in die frühen 2000er-Jahre fanden solche Bands fast nur in der Westukraine ein Publikum. Einen großen Popularitätsschub bekamen sie 2004 durch die sogenannte Orange Revolution, die den prowestlichen, nationalistischen Präsidenten Wiktor Juschtschenko an die Macht brachte.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 1/2017, erhältlich ab dem 30. Dezember 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

Che: Die ersten Jahre

Anzeige Tage der Commune=
logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss
flashback

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop

M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

Interview lesen
 
Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

Interview lesen
 
"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
Radiointerview anhören