Interview mit Florian Weber, Drummer der Sportfreunde Stiller, über das erste Fußballkonzeptalbum der Welt und ihren »Sommermärchen«-Hit
Interview: Gunnar Leue, Foto: Gerald v. Foris
Der Name Sportfreunde Stiller ist eine Hommage an den Trainer des SV Germering, bei dem Peter und du gemeinsam Fußball gespielt habt. Habt ihr noch Kontakt zu ihm?
Ja, ab und an kommt er sogar zu einem Konzert von uns. Hans Stiller ist relativ stolz, dass er der Namenspatron unserer Band ist, wenngleich er persönlich lieber Bon Jovi-Musik hört.
Du bist diplomierter Sportwissenschaftler. Letztlich war das dann doch nicht dein Traumjob?
Ich hatte stets nebenbei Musik gemacht und ab dem achten Semester begann es, mit der so gut zu laufen, dass ich mich voll auf die Musik konzentriert habe. Trotzdem wollte ich unbedingt das Studium zu Ende führen, denn das Musikbusiness ist ein schnelllebiges Geschäft. Ich habe das Studium dann mehr schlecht als recht über die Runden gebracht.
Was wärst du denn ohne die Band als Sportwissenschaftler geworden?
Hm, schwer zu sagen. Ich hatte mich auf Rehabilitation spezialisiert und hätte jeder Zeit ins Reha- oder Fitnessgeschäft einsteigen können. Vielleicht hätte ich eines Tages Bastian Schweinsteiger fit gemacht.
Die meisten Künstler trennen ja strikt beides – die Kunst auf der Bühne und die Sportliebe für privat. Bei den Sportfreunden Stiller war das immer anders?
Bei uns hat das immer zusammen gepasst. Wir hatten anfangs sogar auf der Bühne einen Fußball dabei. Wenn Peter seine Gitarre stimmte, habe ich mit unserem ersten Bassisten auf der Bühne gedandelt, also den Ball jongliert. Ich finde auch, dass Musik und Sport generell immer mehr zusammenrücken. Das sieht man an Großsportveranstaltungen oder in der Popmusik an Fußballsongs wie »Three Lions«. In den Arenen, nicht nur beim Fußball, gibt’s fast überall Einlauf- oder Tormusik. Viele Vereine und ihre Fans identifizieren sich darüber.
Ihr habt sehr früh begonnen, vor allem den Fußball direkt in eure Songs einfließen zu lassen.
Das stimmt, wobei andere Sportarten auch immer ein Thema waren. Schon auf unserem Debütalbum »So wie einst Real Madrid« hatten wir ein Lied »Hockey«. Und selbst auf unserem Album »You Have To Win Zweikampf« gab es zwischen all den Fußballliedern einen Song »Mag Tischtennis!«.
Das komplette Interview lesen in der Melodie&Rhythmus 5/2013, erhältlich ab dem 30. August 2013 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.
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