Melodie & Rhythmus

M&R September/Oktober 2015


Ab dem 28. August am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel und im Abo.

Cover25 Jahre Ende der DDR. Wer bislang dachte, der Hagelschauer an Dokumentationen über den »Unrechtsstaat«, den Guido Knopp & Co seit Jahrzehnten auf uns herniedergehen lassen, sei nicht mehr zu steigern, wird in diesen Tagen eines Besseren belehrt. Da geht noch was. Je ungenierter die Berliner Republik in der EU und NATO Expansionsbestrebungen nachgeht, desto ausufernder die Empörungsolympiaden über den nicht mehr existierenden anderen deutschen Staat, von dem kein Krieg ausging. In der alten Bundesrepublik, als die Leitmedien noch keine von kritischer Intelligenz und Opposition befreite Zone waren, ernteten antikommunistische Demagogen zuweilen noch, was sie gesät hatten:
Nachdem Springers Bild in der Ära finsterster Restauration »Ostzonen-Suppenwürfel bringen Krebs« getitelt hatte, kam aus der linken Kulturszene (wenn auch verspätet) mit der Band Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs ein satirischer Bumerang. weiterlesen
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MAGAZIN

06 | RFID: Bargeldloses Bezahlen auf Festivals | Projekt »100 Jahre Gegenwart«
07 | Veranstaltung: DDR-Musiken – was bleibt. | Ehrung Coco Schumann
09 | Internationales Literaturfestival Odessa | R.I.P.

MUSIK & KÜNSTLER {#1}

10 | Fehlfarben
12 | fatsO
13 | Duke Ellington/Conny Plank
14 | Madsen
15 | Gabi Delgado
16 | Pete Townshend
17 | Iron Maiden

TITELTHEMA DDR-Musiken – was bleibt.

Das erste Beatles-Album produzierte die DDR 1964 in Lizenz. Die Gitarrenbands und die Jazzer hatten schon vorher Konjunktur, derweil die Klassiker, viele Komponisten und Sänger auch international Aufsehen erregten. Von Brecht bis Busch. Eine neuartige Singebewegung zeigte – angeregt von einem Kanadier – Flagge. Es tat sich was in der Musikszene. Davon und wie es weiterging mit allem, mit Team 4, Oktoberklub, Renft, den Filmmusiken, von Mensching/Wenzel, Danz und Gundermann erzählen Beteiligte im O-Ton Ost. Das bleibt.

21 | Was bleibt. Statements I
22 | Die Vision: DDR-Musik-Museum
25 | Bilder der Nachwendewelt: Mensching/Wenzel und Gundermann
26 | Kinderlieder: »Jule wäscht sich nie«
28 | Ton-Spur DEFA: Vom Orchester zum Solo
30 | Rock mit deutschen Texten: Unter neuem Namen
32 | Interview mit Lutz Kirchenwitz zum Oktoberklub: »Von unten gewachsen«
34 | Jazz in der DDR: Jazz-Klub mit »K«
36 | Musiktheater: Jeder Sieg ein Pyrrhussieg
38 | Was bleibt. Statements II

MUSIK & KÜNSTLER {#2}

40 | Jean-Michel Jarre
41 | Beirut
42 | Miu
43 | Charenée Wade
44 | M&R-Fragebogen: Die Goldenen Zitronen
46 | Newcomer: Allie
47 | Newcomer: DeFranzy | Ibrahim Lässing | Hope | Wir, wie Giganten
48 | Album des Monats: The Libertines – Anthems for Doomed Youth
49 | Rezensionen

STANDPUNKTE

63 | Kolumne: Nationale Euphorie
64 | Pro & Contra: Charity-Events
66 | Feature I: Der Sound der Orte
68 | Feature II : Die Brecht-Interpretin Gina Pietsch
70 | Der Mauerfall als Dauerparty

SPEZIAL

73 | Winnetou-Filmmusik
74 | Israels Kulturministerin Miri Regev
76 | 30 Jahre Live Aid
77 | Eine gefährliche Wandlung: Brutto
78 | Analyse: »Which Side Are You On?« / »Sag mir wo Du stehst«
79 | Legendäre Orte: Batcave Club, London
80 | »The Greek Passion«
81 | Interview: Julia Mihály

Film & LITERATUR

83 | »Der letzte Wolf«
84 | Rezensionen Filme
86 | Interview: Patrick Bade »Music Wars«
87 | Rezensionen Bücher

LIVE

91 | Patti Smith | Algiers
92 | Bohren und der Club Of Gore
93 | Underclass UK
94 | Rembetiko – progressive Massenkultur
96 | Konzert-Präsentationen
98 | Impressum | Leserbriefe

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M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

Interview lesen
 
Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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