Melodie & Rhythmus

Keine Soliparty

30.10.2013 12:43

Irie Révoltés

Irie Révoltés mal anders – aber die Message blieb dieselbe
Text: A. Käßner, Fotos: Santiago Flores

Wenn man Irie Révoltés schon einmal in Berlin live erlebt hat, dann war es vermutlich auf einer der vielen Soli-Partys, die sie in den letzten Jahren bespielt und unterstützt haben. Dieses Konzert im Astra Kulturhaus im Berliner Friedrichshain ist anders: Security statt Awareness Team, 19 Euro Abendkasse statt Soli-Beitrag, umgefüllte Getränke im Plastikbecher statt Glasflasche. Aber die Message bleibt dieselbe.

Nachdem Guaia Guaia mehr oder weniger und das Berlin Boom Orchestra ziemlich anständig den Saal angewärmt hatten, betreten Irie Révoltés um 22:30 Uhr die Bühne und so ziemlich alle Anwesenden fangen sofort an sich zu bewegen, als Irie mit »Antifaschist« den Abend eröffnen. Über 1000 Menschen tanzen von der ersten bis in die letzte Reihe, vom ersten bis zum letzten Song, sind textsicher und haben selbst bei »Rebelles« alle ein Kleidungsstück in der Hand, um es über den Köpfen kreisen zu lassen. Ein schönes Bild. Im Publikum wird eine Fahne der Antifaschistischen Aktion geschwenkt und die Hälfte der Besucher_innen kann »Alerta Antifascista« mitrufen. Zu viel mehr Parolen kommt es nicht. Nur im Internet beschwert sich jemand, dass »ganz Berlin hasst die Polizei« nicht gerufen werden solle, Inhalte ja, das nein. Nun gut. Es ist eben keine Soli-Party.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie&Rhythmus 6/2013, erhältlich ab dem 1. November 2013 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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