Melodie & Rhythmus

So nahe, so fern – Polnische Musik in der deutschen Hauptstadt

28.08.2013 08:35

Teil 2: Dichter und Sänger
Text: A. Debska, Fotos: Jazz Archiv Hamburg, Robert Widera

Es gibt Musik, die vergeht nicht. Musik von Namen wie Kurt Weill, Marlene Dietrich und Hildegard Knef, weit außerhalb Deutschlands bekannt. Natürlich hat auch Polen seine Chanson-Helden: Stanislaw Grzesiuk, Czeslaw Niemen oder Agnieszka Osiecka. Dabei ist das Chanson in Polen eine Ausdrucksform der »Gesungenen Poesie«, eines Musikstils, der mehr den textlichen Inhalt als den musikalischen Charakter beschreibt. Die Texte haben große Ähnlichkeit mit dem Genre der Liedermacher, die Musik aber schöpft aus unterschiedlichen Stilen, von Klassik über Chanson, Schlager, Jazz und Sprechgesang bis hin zu Pop und Rock. So begeisterte die Schauspielerin und Sängerin Kalina Jedrusik (1930-1991) mit amüsanten Kabarettliedern, Jacek Kaczmarski (1957- 2004) sang, meistens mit Gitarrenbegleitung, politische Lieder, die sich gegen das kommunistische Regime richteten, Czeslaw Niemen (1939-2004) verband musikalisch Kirchenmusik mit Rockklängen, die Texte, die er sang, waren oft Verse polnischer Nationaldichter. Einen seiner Songs, »Czy mnie jeszcze pamie?tasz«, nahm Marlene Dietrich in den 60er Jahren unter dem deutschen Titel »Mutter, hast du mir vergeben« in ihr Repertoire auf. Neben Niemen erlangte Marek Grechuta diesseits der Oder Bekanntheit, vor allem mit seinem von Kurt Demmler ins Deutsche übertragenen Titel »Wichtig sind Tage, die unbekannt sind«.

Grechuta und Niemen sind Bestandteil des Repertoires der polnischen Sängerin Renata Morning – beim landesweiten Wettbewerb »Niemen Singen« in Oberhausen gewann sie 2011 den zweiten Platz. Die in Moskau geborene und in Polen aufgewachsene Wahlberlinerin sang bereits in ihrer Schulzeit in zahlreichen Bands und Chören; später hatte sie Engagements bei Künstlern wie Robert Chojnacki, Ryszard Rynkowski und Maryla Rodowicz (die übrigens in den 70er Jahren über 30 ihrer Hits auch in deutscher Sprache für die DDR-Plattenfirma Amiga aufnahm).

Den kompletten Artikel lesen in der Melodie&Rhythmus 5/2013, erhältlich ab dem 30. August 2013 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Lesen Sie auch:

So nahe, so fern – Polnische Musik in der deutschen Hauptstadt – Teil 1, M&R 4/2013

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