Melodie & Rhythmus

Der letzte Hippie

28.06.2016 14:45
Pablo Menéndez im Café Arcángel

Pablo Menéndez im Café Arcángel
Fotos: Katja Klüßendorf / Dietmar Koschmieder

Zwei Musiker von Weltformat: Pablo Menéndez und seine revolutionsbewegte Mutter Barbara Dane schrieben ein spezielles Kapitel der Beziehungen Kuba–USA

Raoul Wilsterer

Pablo Menéndez gehört zum Jahrgang 1952 – und so ist er auch drauf. Könnte es sein, dass Kuba, wo der US-Bürger seit Jahrzehnten lebt, seine aus jungen Jahren überkommene, in den Protest- 60ern errungene Haltung konserviert hat? Forever young sozusagen, festhaltend an seinen Idealen durch die Jahrzehnte, trotzend dem Zeitgeist inklusive der Rechtfertigungen von Alten oder im Kopf früh Gealterten, die sich ihrer eigenen rebellischen Zeiten entledigt haben.

Jedenfalls hat der Musiker als ganz junger Typ die bisher letzten, auch musikalisch aufrührerischen Bewegungen, die das Establishment von Yankee-Amerika erschüttern konnten, noch selbst miterlebt. Martin Luther King und Muhammad Ali stehen dafür, musikalisch Woody Guthrie und sein Sohn Arlo, Pete Seeger, Joan Baez, eine Zeit lang auch Bob Dylan; und in der elektrifizierten Generation: Jefferson Airplane, The Byrds, Steppenwolf, Country Joe McDonald, The Fugs, Greatful Dead … und Pablos Mutter!

cd-menendezBarbara Dane, geboren 1927, sang lange vor Janis Joplin und Bonnie Raitt wie keine andere Weiße den Blues. Pablo, der ursprünglich »Paul« hieß – nach Paul Robeson (1898–1976), der Stimme der US-Bürgerrechtsbewegung –, zählt sie heute und wohl auf ewig zu den »großen Sängerinnen der Vereinigten Staaten«. Der Sohn wird recht haben, wenn er sagt, dass sie lediglich wegen ihrer politischen Aktivitäten in den 50ern und danach nicht jenen Status der Berühmtheit erreicht hat, der ihr zugestanden hätte.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 4/2016, erhältlich ab dem 1. Juli 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

Che: Die ersten Jahre

Anzeige Tage der Commune=
logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss
flashback

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop

M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

Interview lesen
 
Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

Interview lesen
 
"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
Radiointerview anhören