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MR-1-2016
 

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Editorial:

Die Forderung des Ausbaus der Festung Europa und der Einführung von »Obergrenzen« für die Aufnahme von Flüchtlingen wird zunehmend aggressiv formuliert. Fremdenfeindliche Hetze grassiert; darunter das perfide Gerücht über muslimische Migranten, die angeblich die »offene Gesellschaft« mit »islamistischem Terror« infiltrieren. Einige, denen das nicht reicht, schreiten zur Tat. Sie attackieren Schutzsuchende und zünden Flüchtlingsunterkünfte an. Die Eskalation auf allen politischen Ebenen macht deutlich: Hier steht weitaus mehr auf der Tagesordnung als ein Streit um Zahlen und unterschiedlichen Vorstellungen über »Willkommenskultur« – hier äußert sich auch das Bedürfnis nach Wahrung des räuberisch erworbenen Besitzstandes der »zivilisierten Welt«. weiterlesen

MAGAZIN

lakomySalut für Lacky!
Reinhard Lakomy zum 70. Geburtstag

Er war ein echtes Multitalent. Im Alter von fünf Jahren schloss Reinhard Lakomy seine erste Komposition ab. Mit 16 war er ein vielbeschäftigter Pianist in der Magdeburger Jazzszene. Während seiner Studienzeit an der Dresdner Musikhochschule holte ihn Klaus Lenz in seine Band. weiterlesen

Sinistre Losungen
Ein Kommentar von Thomas Koppenhagen zu den Anschlägen von Paris
paris
»Frankreich ist im Krieg«, konstatierte Frankreichs Präsident François Hollande nach den Terroranschlägen vom 13. November 2015 in Paris, und man fragt: Warum nicht schon seit dem Überfall auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo am 7. Januar? Ex-Präsident Valéry Giscard d’Estaing fuhr Hollande in die Parade, indem er klarstellte: »Krieg setzt grundsätzlich einen Invasionsversuch und Grenzverletzungen voraus.« weiterlesen

MUSIK & KÜNSTLER

Organisierte Anarchie
Die Arbeitsgruppe Zukunft praktiziert auf ihrem Debüt bestechend lässige Gesellschaftskritik. M&R traf den »Musik-Ressourcen-Manager« der Troika

Wenn Ausschüsse und Arbeitskreise gebildet werden, kommt schnell der Verdacht auf, hier wolle jemand Ratlosigkeit kaschieren oder etwa verschleiern, dass er auf Untätigkeit setzt. Der Arbeitsgruppe Zukunft kann man das sicher nicht vorwerfen. Die drei Herren und ihre Rhythmus-Gruppe waren zunächst auf Tour, ehe sie sich ihren Bandnamen gaben und die Vision entwickelten, mit »Viel Schönes dabei« ein Live-Debüt aufzunehmen. weiterlesen

Auf dem Boden der Realität
Tracy Chapman hat Abschied genommen von ihrer Hoffnung auf ein besseres Amerika

Ein Anruf bei Tracy Chapman in einem Hotel in Los Angeles. Nicht sie hebt ab, sondern ein Mitarbeiter ihrer Plattenfirma. »Sie müssen das Interview pünktlich nach 20 Minuten beenden«, mahnt er. »Tracy ist zu höflich, um Sie zu stoppen.« Tatsächlich wirkt die US-Amerikanerin eher zurückhaltend. Sie redet leise und wählt ihre Worte mit Bedacht, hat aber zu allem eine klare Meinung, aus der sie keinen Hehl macht. weiterlesen

ybUnwille zur Empathie
Rapper Kaveh übt scharfe Kritik an der deutschen Hip-Hop-Kultur

Kaveh aus Berlin hat in der Vergangenheit bereits mit antirassistischem und antiimperialistischem Politrap von sich reden gemacht. Mit M&R sprach der überzeugte Internationalist über sein viertes Album »Gegen den Strom«, die Entpolitisierung der Hip-Hop-Kultur und den »antideutschen« Rollback linker Subkultur. weiterlesen

TITELTHEMA Flucht & Migration

Die Musik folgt dem Menschen
Migration als Dynamo künstlerischen Ausdrucks

Der Begriff »Migration« umschreibt auf nüchtern-abstrakte Weise die räumliche Verlegung des Lebensmittelpunkts von Individuen oder gesellschaftlichen Gruppen. Auch wenn die Fähigkeit, den Wohnort zu wechseln, zurecht als »wesentlicher Aspekt des Humankapitals« (Massimo Livi Bacci) gepriesen wird – ihre Anwendung erfolgt längst nicht immer freiwillig, sondern wird heute regelmäßig durch Krieg, Verfolgung, ökonomische Krisen oder ökologische Katastrophen erzwungen. weiterlesen

»Exodus: Movement of Ya People«
Migration und Flucht sind verbreitete Themen in der Pop- und Rockmusik

Der Rock’n’Roll ist ein Enkel von Einwanderern. Auch inhaltlich spielt die Auseinandersetzung mit Aus- und Einwanderung, Flucht und Vertreibung bis heute immer wieder eine Rolle in Popund Rocksongs. Ein frühes Beispiel für Lieder über Migration ist »Times Is Gettin Harder«. weiterlesen

Die Kunst im Menschen
Die Kulturszene hat das kreative Potential jugendlicher Flüchtlinge erkannt

Unter den Flüchtlingen stellen sie eine besonders schutzbedürftige Gruppe dar: Über 30.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind laut Schätzungen des Bundesfachverbands BumF im vergangenen Jahr nach Deutschland gekommen. Theater- und Musikprojekte können den Jugendlichen ein Stück verlorene Heimat und neues Zuhause bieten. Schauspiel, Tanz, Gesang helfen bei der Überwindung von Traumata wie bei der Entfaltung von Visionen. Und das Publikum lernt zu verstehen, was Aufbrechen und was Ankommen heißt. M&R stellt zwei aktuelle Projekte vor. weiterlesen

STANDPUNKTE

AseryDen Rhythmus wiederfinden
Musiker erzählen vom künstlerischen Neubeginn fern der Heimat

M&R traf Musiker, die ihre Heimat verlassen haben, und fragte nach: Wie finden sie in fremder Umgebung neue künstlerische Inspiration? Mit welchen konkreten Problemen haben sie zu kämpfen? Und wie lassen sie ihre Erfahrungen des Unterwegsseins in ihre Kunst einfließen? weiterlesen

Staatspop
Wie subversiv kann staatlich geförderte Musik sein?

Kunstmusik wird seit Langem staatlich bezuschusst. Die Förderung populärer Musik hingegen ist noch relativ jung. Alles begann 2002: Die Bundesrepublik nehme im Weltmusikmarkt-Ranking zwar einen der vorderen Plätze ein, in Sachen Musikwirtschaftsförderung aber bilde sie im internationalen Vergleich das Schlusslicht, wurde in einer von Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin geförderten Studie moniert. weiterlesen

SPEZIAL

Hinter den Kulissen von Paris
Nach den blutigen Anschlägen sind sich Politiker, Medien und Kulturschaffende weitgehend einig: Wir brauchen jetzt dringend mehr Kitsch, mehr Champagner – und natürlich mehr Krieg

Die Hauptstadt Frankreichs erfährt in diesen Tagen eine ungeheure mediale Verklärung. Seit die Mörder des sogenannten Islamischen Staats (IS) ihr Massaker in der Konzerthalle Bataclan vom 13. November als Reaktion auf »perverse Feiern« zu rechtfertigen versuchten, wetteifern Politiker und Medien der westlichen Welt bei der Fetischisierung ebenso verstaubter wie alberner Klischees. »Man hört ja gar nichts andres als ›Je t’aime, je t’aime, je t’aime‹« – mit diesen Verszeilen aus Peter Alexanders und Vivi Bachs Schlager »Paris war eine Reise wert« von 1961 lässt sich der Kitsch, der aus allen Kanälen dröhnt, auf den Punkt bringen. weiterlesen

Brücken bauen
Tino Eisbrenner: Über die Anschläge von Paris und seine »Musik statt Krieg«-Tour

Tino Eisbrenner gehört zu den wenigen Musikern, die sich kritisch zum Medienhype um die Pariser Anschläge geäußert haben. Er fordert: Künstler sollen sich gegen die Kriegshetze stellen. weiterlesen

Die Erde ist doch eine (schwarze) Scheibe!
Die Wiedereinführung der Vinyl-Charts besiegt den Retrotrend

Wenn der ewige technische Fortschritt eine Grundlage des Kapitalismus ist, dann lässt die folgende Meldung aufhorchen: Der Bundesverband Musikindustrie hat die Vinyl-Charts wieder eingeführt! Doch bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass die Plattenfirmen nur ihre einstmals treueste Kundschaft wiederentdeckt haben. weiterlesen

LIVE

»Vereint in Solidarität«
Grup Yorum kämpfen seit 30 Jahren unbeugsam für Unabhängigkeit und Demokratie
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Die Konzertveranstaltung »Eine Stimme und ein Herz gegen Rassismus« der türkischen Band Grup Yorum fand vergangenen November bereits zum vierten Mal in Oberhausen statt. Im Vorfeld bereiteten die deutschen Behörden den Musikern große Probleme: Zunächst wurden ihnen die Visa komplett verweigert, schließlich hinderte man fünf Mitglieder der Band trotz gültiger Papiere an der Einreise. M&R sprach mit Grup Yorum über die Hintergründe der Repressalien, die aktuelle politische Lage in der Türkei und ihr 30-jähriges Band-Jubiläum. weiterlesen

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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