M&R

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Ab dem 31. März am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel und im Abo.

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EDITORIAL

Tigersprünge

Wir gehen keinen Schritt weiter. Es ist ein Sprung, zu dem der Herausgeber und die Redaktion mit dem Relaunch von Melodie & Rhythmus ansetzen. Denn sie mausert sich damit nicht nur von einer Musik- zu einer Kulturzeitschrift. Sie tritt als Magazin für Gegenkultur an. Dabei ist das »Gegen« nicht als Beschwerde oder Nörgelei über irgendwelche partikularen Missstände in unserer Gesellschaft zu verstehen. Es geht auch nicht nur darum, sich Freiräume fürs Anderssein jenseits des Mainstreams zu erobern. M&R will nichts weniger, als der Fundamentalopposition zum bestehenden schlechten Ganzen zu kulturellem Ausdruck, vor allem zu ihrem Recht auf Formierung und Organisation von (ästhetischem) Widerstand zu verhelfen. weiterlesen

MAGAZIN

Unverwüstlicher Satiriker
Das Lebenswerk von Dietrich und Christel Kittner wird durch eine Stiftung bewahrt

Im Herbst 2016 wurde auf dem direkt an der österreichisch-slowenischen Grenze gelegenen Hollerhof die Christel und Dietrich Kittner Stiftung aus der Taufe gehoben. Ihr Zweck ist die Förderung des deutschsprachigen politischen Kabaretts – so wie es sich die Namensgeber gewünscht haben. Es ist zudem eine Stiftung »zur kulturellen Förderung und Bewahrung des Lebenswerks von Dietrich und Christel Kittner«. weiterlesen

FriedenstaubeAntikriegssong unter Zensur
Radiosender verweigern Ausstrahlung eines Werbespots mit der »Kleinen weißen Friedenstaube«

Zwei Hörfunksender haben es abgelehnt, verschiedene Werbespots der Tageszeitung junge Welt (jW) anlässlich deren Ersterscheinen vor 70 Jahren auszustrahlen. Der öffentlich- rechtliche Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) in Erfurt erklärte am 7. Februar, die Spots stellten »auf Erinnerungen ab, die eher weltanschaulicher Herkunft sind«.
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KUNST & KÜNSTLER

Konstantin WeckerKonstantin Wecker zum 70. Geburtstag
Freunde und Kollegen würdigen den Künstler

Die Lebensleistung von Konstantin Wecker ist außergewöhnlich. Als Poet und Musiker hat er schon lange alles erreicht, was ein Künstler nur erreichen kann. Er spielt seine Konzerte bis heute meist vor ausverkauften Häusern. Es ist wohl vor allem sein riesiger Schatz an Herzensbildung, der bei seinem Publikum regelmäßig ozeanische Gefühle auslöst. weiterlesen
Foto: Thomas Karsten

An einem Strang ziehen
Der Hip-Hopper Tamer Nafar auf der Suche nach Wegen für eine friedliche Koexistenz von Juden und Palästinensern

Seine Band DAM zählt zu den erfolgreichsten Hip-Hop-Projekten der palästinensischen Community weltweit. 2016 hat Tamer Nafar nun auch noch eine erfolgreiche Karriere als Schauspieler und Drehbuchautor begonnen. Mit dem Film »Junction 48« des israelischen Regisseurs Udi Aloni räumte er diverse Preise ab. M&R sprach mit Nafar über Musik und die alles andere als ermutigende Lage der Palästinenser in Israel. weiterlesen

TITELTHEMA GEGENKULTUR

Die Geschichte gegen den Strich bürsten
Anmerkungen zur Gegenkultur

Im deutschen Sprachgebrauch ist der Begriff der Kultur, ähnlich wie der der Geschichte, schillernd. »Geschichte« – erst im 19. Jahrhundert zum Singularbegriff geronnen; im 18. Jahrhundert sprach man noch von »Geschichten« – bezeichnet sowohl die narrative Bestandsaufnahme von Vergangenem als auch das gesamte räumliche und zeitliche Dasein, in welchem sich die Menschheit bewegt, und zwar sowohl in der Vergangenheit und der Gegenwart als auch in der Zukunft. weiterlesen

Nicolas MiqueaMehr Empathie und Authentizität
Nicolás Miquea über das Elend linker Kultur in Deutschland und revolutionäre Kunst

Nicolás Miquea ist Musiker und politischer Aktivist. Der gebürtige Chilene hat Gitarre in den USA und Deutschland studiert, lebt seit mehr als zehn Jahren in Berlin und engagiert sich für internationalistische Projekte. weiterlesen
Foto: Johann Stemmler

Klare Kampfansagen
Für den Liedermacher Bernd Köhler ist Gegenkultur Ausdruck lebendiger politischer Bewegung

Der Mannheimer Liedermacher Bernd Köhler wurde in den 1970er-Jahren unter dem Namen »Schlauch« bundesweit bekannt. Heute tritt er u. a. als Mitglied des »Kleinen Elektronischen Weltorchesters« ewo2 auf. Er trug seine Songs nie nur bei Konzerten und Festivals vor, sondern auch im Rahmen von Demonstrationen und Arbeitskämpfen – im Rückblick spricht er von »musikalischen Streikeinsätzen«. M&R befragte den heute 66-Jährigen zu den Entwicklungen, Krisen und Herausforderungen der Arbeiterkultur. weiterlesen

KRITIK & REFLEXION

Sahra WagenknechtEin Aufruf, die Welt zu verändern
Sahra Wagenknecht über den Film »Der junge Karl Marx«

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Sahra Wagenknecht ist seit 2015 Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Deutschen Bundestag. Im Gespräch mit der M&R-Redaktion rezensiert sie Raoul Pecks Marx-Film.

Würden Sie unseren Lesern empfehlen, sich »Der junge Karl Marx« anzusehen?
Unbedingt. … weiterlesen
Foto: Nicole Teuber

WERKE

Fotoreportage: Zeichen der Solidarität
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Nahaufnahmen aus dem Nahen Osten: Das Fotografen-Kollektiv Activestills verbindet professionellen Bildjournalismus mit politischem Aktivismus

Activestills dokumentiert politische und soziale Kämpfe in Israel und Palästina. In dem zwölfköpfigen Kollektiv, das jüngst seinen ersten Bildband veröffentlicht hat, sind jüdische, palästinensische und internationale Profi-Fotografen organisiert. M&R sprach mit den Bildreporter-Aktivisten Oren Ziv und Ahmad Al-Bazz über die politischen und journalistischen Grundsätze von Activestills, ihre gefährlichen Einsätze in den besetzten Gebieten und die internationale Resonanz ihrer Arbeit. weiterlesen
Foto: Activestills

POLITISCHE KULTUR & ZEITGEIST

Die Wahrheit über Serbien
Nach einer Hetzkampagne gegen den Schriftsteller und seine Positionen zum Kosovokrieg: Vor zehn Jahren verliehen kritische Künstler und Journalisten Peter Handke den alternativen Heinrich-Heine-Preis

Alle zwei Jahre verleiht die Stadt Düsseldorf ihren Heinrich-Heine-Preis. Er soll an Persönlichkeiten gehen, »die durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte des Menschen, für die sich Heinrich Heine eingesetzt hat, den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnis von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten«. Zu den Preisträgern gehören etwa Jürgen Habermas, Max Frisch oder Elfriede Jelinek. 2006 sollte Peter Handke ausgezeichnet werden. weiterlesen

Akne und Auschwitz
Wie das Vicemagazin sein jugendliches Publikum aus der wahren Welt in die Warenwelt katapultiert

Vice erfreut sich bei konsumorientierten »GenerationY«-Hipstern und urbanen Szenegängern ebenso großer Beliebtheit wie bei jungen Linken. Kein Wunder, denn das Mitte der 90er Jahre in Kanada gegründete Lifestyle-Magazin berichtet nicht nur über Sexualität, Konsumgüter, Drogen und moderne Subkulturen, sondern auch über Rechtsradikalismus, globale Krisen und militärische Konflikte und konnte sich mit dem Label »unbequemer Journalismus« den Ruf eines kritischen Underdog-Mediums mit subkulturellem Charme erwerben. weiterlesen

STANDPUNKTE

becker-zuckermannVersteinerte Mephistos
Der Schauspieler Rolf Becker und der Historiker Moshe Zuckermann über aktuelle Faschisierungstendenzen in der (politischen) Kultur Deutschlands und Israels

Agenda Aufklärung wider den reaktionären Zeitgeist: M&R gibt sich die Ehre und bittet Intellektuelle mit gleichen emanzipativen Positionen, aber verschiedenen gesellschaftlichen, historischen, kulturellen Perspektiven und Erfahrungen zum Kritischen Duett. weiterlesen

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M&R 2/2017

M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage
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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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