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Editorial:

Die Kolonialgeschichte ist vor allem Kriminalgeschichte. Und nicht zuletzt Kunst- und Kulturgeschichte: Die Gemälde von Wassili Wereschtschagin zeigen die Schrecken der modernen Eroberungskriege. In der Literatur findet sich die Skrupellosigkeit und Brutalität der Kolonialherrschaft selten eindringlicher veranschaulicht als in der Figur des Elfenbeinhändlers Kurtz, die Joseph Conrad für seine Erzählung »Herz der Finsternis« kreiert hatte. weiterlesen

MAGAZIN

Platten und Plattmacher
Amazon & Co verwandeln die Musikkulturlandschaft in eine Wüste

Eine schöne Nachricht? Die Schallplatte gewinnt wieder neue Fans: In den USA wuchs der Anteil verkaufter Platten 2014 um 52 Prozent. Auch in Deutschland nimmt der Verkauf stetig zu, zuletzt um 47,2 Prozent, allerdings ohne den zugunsten der Streaming-Dienste schrumpfenden CD-Markt wirklich zu gefährden. weiterlesen

MUSIK & KÜNSTLER

Der Untergang Europas
Refused kommentieren voller revolutionärer Wut den verkehrten Weltenlauf des globalen Spätkapitalismus
Refused
Die schwedische Hardcore-Legende der 90er-Jahre ist zurück. Die Band hat nach langer Zeit ein neues Album eingespielt. Wir trafen den Refused-Drummer David Sandström in einem Berliner Hotel und sprachen mit ihm über Schweden, Europa und Afrika. weiterlesen

Leon BridgesHerzschmerz und siebter Himmel
Leon Bridges will nichts falsch machen und setzt ganz auf die Liebe

Wer Leon Bridges provozieren will, muss ihn bloß auf das Gerücht ansprechen, er sei das Produkt einer ausgeklüngelten Marketingkampagne. »Einige Leute behaupten sogar, ich würde meine Lieder nicht selber schreiben«, ereifert er sich. weiterlesen

Walter Mossmann. Als Folk noch Folgen hatte
MossmannEin Nachruf
Berthold Seliger

In linken Wohngemeinschaften der BRD Ende der 1970er-Jahre gehörten Kassetten und LPs mit den Liedern von Walter Mossmann zur Grundausstattung. Seine Flugblattlieder zu zitieren funktionierte wie ein Erkennungszeichen unter allen, die eine andere Republik wollten. Und tatsächlich war das eine Zeit, in der es kurz schien, als ob die Verhältnisse umgestürzt werden könnten. Uns Jüngeren machte Mossmann damals Mut im Kampf gegen Atomindustrie und atomare Aufrüstung. Seine Lieder waren Instrumente des politischen Kampfs. weiterlesen

TITELTHEMA Kolonialismus & Musik

Dialektik der Eroberung
Zum Verhältnis von Kolonialismus und Musik

Die spanischen Eroberer betraten die »Neue Welt« mit einem welthistorischen Paukenschlag. Und das ist mehr als eine bloße Metapher. Die blutigen Raubzüge des Kolonialismus wurden von Anfang an musikalisch begleitet. Berühmt geworden ist die Szene, als Hernán Cortés, der Eroberer Mexikos, 1519 in die Hauptstadt des Aztekenreichs einmarschierte. weiterlesen

Ein zweischneidiges Schwert
Kolonialismus und die Entstehung der Popmusik

Die historische Wechselwirkung zwischen Kolonialismus und Musik ist schwierig zu ermessen und noch viel schwieriger zu bewerten. Man muss zunächst unterscheiden zwischen dem Einfluss der europäischen Musiktraditionen in den Kolonien und dem Einfluss der Kolonien auf die europäischen Musiktraditionen. Letzteren zu eruieren ist anspruchsvolle Aufgabe. weiterlesen

Kultureller Nationalismus
Der Musikwissenschaftler Omar Ruiz Vega über Kolonialismus, Musik und Identität

Kolonialismus bedeutet nicht nur politische Abhängigkeit, sondern auch Beeinflussung von Kunst und Kultur. Umso wichtiger ist es für kolonisierte Gesellschaften, die eigene Identität zu bewahren – Musik ist ein starkes Medium dafür. Zugleich bringen Kolonialregime neue Musikgenres und -stile hervor. Im Gespräch mit M&R erläutert der Musikwissenschaftler Omar Ruiz Vega die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen beherrschender und unterdrückter Kultur am Beispiel der Kolonialgeschichte Puerto Ricos, die einige Besonderheiten aufweist. weiterlesen

Keine Alibi-Aktionen
Asian Dub Foundation sind ein klassenkämpferischer Standpunkt und künstlerische Radikalität in der Musik wichtiger als aufgesetzte politische Botschaften

Auf dem am 10. Juli erscheinenden Longplayer »More Signal More Noise« erzählt »Zig Zag Nation« zum Beispiel davon, wie nationalistische Parteien nun auch mit dunkelhäutigen Kandidaten aufwarten, die gegen »Eindringlinge« aus Osteuropa hetzen. M&R sprach mit Steve Chandra Savale, dem Bandleader von Asian Dub Foundation. weiterlesen

STANDPUNKTE

Indigene Musik und der Westen
Kultureller Austausch oder Fortschreibung kolonialer Machtverhältnisse?

Wir lassen Klaus Näumann und Julio Mendívil die These diskutieren:
Die Aneignung indigener Musik durch die westliche Kultur hat bis heute koloniale Züge
Diskussion

KubaHavanna wartet
»Möwen oder Drohnen«: Noch existiert die US-Blockade gegen Kuba, doch rückt ihr Ende näher – mit welchen Folgen für die kubanische Kultur- und Musikszene?

»Havanna wartet und schaut auf das Meer«, singt Hans-Eckardt Wenzel auf seinem jüngsten Album »Viva la poesía«, aufgenommen vergangenes Jahr auf Kuba. Worauf wartet die Millionenhauptstadt? »Wer wird wohl kommen? / Und was bringt er her? / Kommt ein Schiff mit Melonen? Kommt ein Makler mit Geld? / Kommen Möwen oder Drohnen hinterm Meer aus der Welt?« Bange Fragen, sinnbildlich gestellt. weiterlesen

SPEZIAL

The DoorsAnalyse: »The End« – The Doors
Ödipalkonflikt

Vor einem halben Jahrhundert, im Sommer 1965, gründeten Jim Morrison und Ray Manzarek The Doors. Über den im Jahre 1967 aufgenommenen Song »The End« ist bereits vieles geschrieben worden. Obgleich zum ikonischen Werk der Rock-Geschichte avanciert, blieb es, nicht zuletzt wegen seines Textinhalts, enigmatisch. Jim Morrison selbst verweigerte eindeutige Aussagen darüber: »Jedes Mal, wenn ich dieses Lied höre, bedeutet es für mich etwas anderes«, sagte er. weiterlesen

LIVE

BB»Die Musik hat uns zusammengeschweißt«
Banda Bassotti traten im Bürgerkriegsgebiet der Ukraine auf

Kein Moshpit, kein Stagediving, ältere Leute sahen sich die Show im Sitzen an – es waren alles andere als gewöhnliche Punkkonzerte. Umso beeindruckender die Szenarien, die sich dem Beobachter während der Banda-Bassotti-Tour im Donbass boten: die erhobenen Fäuste von alten Frauen, Arbeitern, Milizmitgliedern und Kindern, tanzende Kosaken und applaudierende Veteranen. weiterlesen

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M&R 4/2015

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Schwerpunkt: Kolonialismus und Musik



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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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