M&R

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Cover M&R 4/2016
 

Inhaltsverzeichnis |

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Editorial:

»Quo vadis, Kuba?« Seit seiner im Zuge der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu den USA voranschreitenden »Öffnung« ist das eine dringliche Frage. Die einen stellen sie, weil sie um die Zukunft des sozialistischen Landes bangen, andere, weil sie es gar nicht abwarten können, ebendiese Zukunft zu vereiteln. Marktradikale mit neokolonialen Begehrlichkeiten suchen ihre Möglichkeiten und zeichnen ein kulturindustriell verformtes, nicht selten von rassistischen Klischees durchwirktes Bild des Inselstaates in der Karibik:

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MAGAZIN

GoogleHomePersönliches Panoptikum
Die neueste Unterhaltungselektronik kann uns Rund um die Uhr überwachen

Anlässlich der Vorstellung von Google Home, einer drahtlosen Lautsprecher-Box, die aufs Wort hört und beispielsweise die gewünschte Musik spielt oder Fragen beantwortet, warnt die Bundesbeauftragte für Datenschutz, Andrea Voßhoff, vor einer »theoretischen Rund-um-die-Uhr-Überwachung« durch solche Sprachassistenten. weiterlesen

JamalaVerlorene Unschuld
Ein Kommentar von Susann Witt-Stahl zum Eurovision Song Contest 2016

Die Aufregung über den Sieg der Ukraine beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) ist vorüber. Ein Problem jedoch, das in den kommenden Jahren für weitere Konflikte sorgen dürfte, bleibt: Mit der Zulassung von Jamalas Song »1944« zum Wettbewerb wurde der ESC seiner Unschuld beraubt und als Propagandaplattform hergerichtet. weiterlesen

MUSIK & KÜNSTLER

Ansingen gegen die Angst
Billy Talent beschwören die verändernde Kraft des Rock’n’Roll und beweisen, dass Inhalte ohrwurmtauglich sein können
BillyTalent
Besaß Rockmusik jemals die revolutionäre Sprengkraft, die sie so gerne zelebriert? Vermochte sie die Welt zu verändern, und vermag sie es noch? Ian D’Sa, Gitarrist und Hauptsongwriter der kanadischen Alternative-Rockband Billy Talent, glaubt an den Rock’n’Roll. weiterlesen

Ein bewusster Gegenpol
Free Willy wecken die Sehnsucht nach kulturellem Widerstand

Mit Walen haben Free Willy wenig am Hut. Ihr Name leitet sich von einer der größten Partisanengruppen Österreichs ab. Der Gruppe Willy gehörten bis zu 500 Widerstandskämpfer im Salzkammergut an. weiterlesen

Wahrheit oder Trost
ProsekEd Prosek macht Musik so weich wie die Arme von Meat Loaf

»Truth« – Wahrheit. So heißt die jüngste Platte von Ed Prosek. Er hätte sie aber genauso gut »Trost« nennen können. Denn seine Musik verströmt gerade in ihren leiseren Momenten eine solche Wärme und Zärtlichkeit, dass man sich in den dicken weichen Armen wähnt, die Meat Loaf in »Fight Club« um den wehrlosen Edward Norton wirft. Es sind Songs, in denen Ed Proseks Gitarre klingt wie ein Echo von Nick Drakes Zupf-Memoiren und seine Stimme wie ein Patrick Watson, der an Jeff Buckley denkt. weiterlesen

TITELTHEMA VIVA CUBA!

CubaHavanna Nächte
Kubanischer Hip-Hop, Reggaetón, Jazz, Vtrova, Rock, Son – Unterwegs auf der Magistrale Línea. Beobachtungen zur Lage

»Und eine kleine Katze / Blutjung und ganz allein / Jemand sagt / Lass, die geht bald ein«, schrieb Gerhard Gundermann 1990. Eine »kleine Katze« als Metapher für Kuba – der Sänger und Dichter aus der DDR wählte sie bewusst: Während sein eigenes Land gerade einging, nahm er sich die Melodie von Bruce Cockburns »Nicaragua«, beschrieb, was er in Havanna sah, und schuf »Cuba«, ein Lied der Hoffnung damals und bis heute: Die kleine Katze lebt. weiterlesen

Omara PortuondoMit Omara Portuondo im Capri Hotel
Die Geschichte lebt in der Gegenwart: Eine Begegnung mit der Grande Dame der kubanischen Musik

Wenn Omara Portuondo, wie jetzt, das Foyer des Capri betritt, bleibt den – meist ausländischen – Hotelgästen der Atem weg. Für einen Moment halten sie in ihrer Geschäftigkeit ehrfurchtsvoll inne. Die 85-jährige Dame ist eine Erscheinung: farbprächtiges grün-rotes Kleid, breites rosa Haarband, vom offenen Lächeln und ihrem leicht gebückten, doch immer noch grazilen Gang geht ein fesselndes Charisma aus. weiterlesen

»Ohne diese Träume wäre ich tot«
Gerardo AlfonsoGerardo Alfonso über Musik jenseits von Buena Vista, die Schwierigkeiten innerhalb der revolutionären Entwicklung Kubas und die Öffnung zum US-Markt

Gerardo Alfonso, Jahrgang 1958, gehört zur Bewegung der Nueva Trova Cubana (Neues kubanisches Lied). Die Nachfolger der großen Trovadores Kubas wie Carlos Puebla orientierten sich früh an den »Cantautores« (singende Autoren) genannten Liedermachern der »ersten Generation« wie – vor allem – Silvio Rodríguez und Pablo Milanés. weiterlesen

STANDPUNKTE

Tamara DanzNiemals loslassen …
Einstige Weggefährten erinnern an die vor 20 Jahren verstorbene Sängerin Tamara Danz

Tamara Danz war eine herausragende, international bekannte Sängerin, die schon zu Lebzeiten zur Legende wurde. Nach Mitwirkung bei Oktoberklub und anderen Projekten stieß sie 1978 zu Silly. 1983 gelang der Band mit dem Album »Mont Klamott« der Durchbruch. 1995 dann der Schock: Brustkrebs.
M&R befragte zum 20. Jahrestag des Todes der Künstlerin Freunde und Kollegen nach Bedeutung und Vermächtnis von Tamara Danz. weiterlesen

TotemGegen den Terror der Bosse und Nazis
Der griechische Rapper Totem über den Mord an Pavlos Fyssas und die darauf folgende Spaltung der Hip-Hop-Szene

Petros Pountidis alias Totem stammt aus Piräus. Die vor den Toren Athens liegende Stadt ist ein wichtiges Industriezentrum in Griechenland, ihr Hafen der größte Seehafen des Landes und einer der größten im Mittelmeer. Totem ist aktiv in der Kommunistischen Partei KKE und in der klassenkämpferischen Gewerkschaftsfront PAME. 2013 wurde sein Freund Pavlos Fyssas, bekannt als der linke Rapper Killah P, von einem Neonazi erstochen. M&R bat ihn zum Gespräch. weiterlesen

SPEZIAL

Nuit deboutEine »Neue Welt« aufbauen
Das Erfolgsrezept von Nuit debout ist ganz einfach: wunderschöne Musik

Trotz des Regens haben sich am 31. März mehrere Tausend Menschen auf den Straßen von Paris versammelt. Viele Organisationen teilen die Wut auf das hässliche neue »Loi Travail« (Arbeitsgesetz), mit dem die 35-Stunden-Woche ausgehebelt und die tägliche Arbeitszeit auf 12 Stunden erhöht werden kann. La Rabia spielen auf – eine Band, die häufig auf politischen Versammlungen zu hören ist. weiterlesen

henzeAuf der anderen Seite des Flusses
Vor 40 Jahren fand die Uraufführung von Hans Werner Henzes Musiktheater »We Come to the River the River« statt

Das politische Engagement im Schaffen des deutschen Komponisten Hans Werner Henze (siehe oben) kulminiert in dem groß besetzten Musiktheater »We Come to the River«, das am 12. Juni 1976 im Londoner Royal Opera House Premiere feierte. Über die Oper sprach M&R mit dem Musikwissenschaftler Peter Petersen, der an der Universität Hamburg Vorlesungsreihen und Symposien über Henzes Werk organisiert und diverse Bände dazu herausgegeben hat. weiterlesen

FILM & LITERATUR

Sinfonie in der Todeszone
Der Musiker Mark Chaet hat die »Partitur« des Ukrainekrieges geschrieben

Sie sind gerade von der Uraufführung Ihrer neuen Sinfonie in der Donezker Philharmonie zurückgekehrt. Warum haben Sie ausgerechnet die DNR, die »Todeszone«, wie einer Ihrer Kollegen sagte, als Ort dafür gewählt?
Die Entscheidung fiel im Nachgang der Arbeit an »Die Partitur des Krieges«. Die Erfahrungen in der Ukraine haben uns tief berührt. Als Komponist kann ich meine Gedanken und Gefühle am besten in Form der Musik ausdrücken weiterlesen

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M&R Juli/August 2016

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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