Melodie & Rhythmus

Ganz alter Kapitalismus

28.10.2014 14:07

PeterLicht
Foto: Christian Knieps

PeterLicht singt gegen die Selbstoptimierung
Dagmar Leischow

PeterLicht gilt als der große Verweigerer im Popgeschäft, als politischer Konzeptkünstler. All diese Beschreibungen, so scheint es, sind ihm zu hoch gegriffen. Er selbst hat für sich den Begriff »Inhaltesänger« kreiert und will sich in seinen Stücken auf das konzentrieren, was er um sich herum wahrnimmt: »In der Beschreibung von Zuständen steckt meiner Ansicht nach die meiste Kritik.« Wenn er in seinen Liedern oder auf der Bühne seine Beobachtungen auf den Punkt bringt, geschieht das nicht immer bitter-ernst.

Da ist es nur konsequent, dass sein Live-Album »Lob der Realität« diesen Aspekt widerspiegelt. Wenn der Kölner mit dem Publikum »Wir sind jung und machen uns Sorgen über unsere Chancen auf dem Arbeitsmarkt« anstimmt, kommt das locker-leicht rüber: »Das gemeinsame Singen hat hier eine kathartische Wirkung.« Für den Augenblick mag das funktionieren, auf Dauer merzt dieser Chorgesang natürlich keine Zukunftsängste aus. Auch nicht bei PeterLicht selbst: »Als freischaffender Künstler komme ich regelmäßig an einen Punkt, wo ich mich frage: Wie soll es weitergehen?«

PeterLicht Lob der Realität
Staatsakt
txp.peterlicht.de

Den kompletten Artikel lesen Sie in der M&R 6/2014, erhältlich ab dem 31. Oktober 2014 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Anzeigen

TOP 10: Juni 2024

Liederbestenliste

Ältere M&R-Newsletter

Aus dem M&R-Archiv

Auf Ostfrontlinie gebracht
Nationalistische Parolen, Geschichtsklitterung, Hassexzesse, sogar Begeisterung für den totalen Krieg – einer wachsenden Zahl von Künstlern und Intellektuellen ist offenbar jedes Mittel recht, um sich der neuen Volksgemeinschaft gegen Russland anzudienen. weiterlesen

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Rudolstadtfestival 2023: Viva Cuba

Fotos von Katja Koschmieder und Jens Schulze weiterlesen

In eigener Sache

Wenn die Kraft fehlt
Weshalb der Verlag 8. Mai das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus einstellt

Leider müssen wir heute eine schmerzliche Niederlage eingestehen: Das Magazin für Gegenkultur Melodie & Rhythmus (M&R) kann nicht weiter erscheinen. Das hat verschiedene Gründe, sie sind aber vor allem in unserer Schwäche und in der der Linken insgesamt zu sehen. weiterlesen

*****************

»Man hat sich im ›Grand Hotel Abgrund‹ eingerichtet«
Zum Niedergang des linken Kulturjournalismus – und was jetzt zu tun ist. Ein Gespräch mit Susann Witt-Stahl

Ausgerechnet vor einem heißen Herbst mit Antikriegs- und Sozialprotesten wird M&R auf Eis gelegt – ist das nicht ein besonders schlechter Zeitpunkt?
Ja, natürlich. … weiterlesen

logo-373x100

Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Jetzt abonnieren

flashback