Gratulation: Am 24. August 1963, vor fast genau 50 Jahren, startete die erste Bundesliga-Saison – und damit ist die Premium-Liga des Landes immerhin fast so alt wie Ihre M&R. Da lassen wir uns selbstverständlich nicht lumpen und spendieren des Deutschen liebstem Sport unseren Schwerpunkt im Herbst. Auf 14 Seiten beleuchten wir dieses besondere Passspiel zwischen Sportlern, Fans und Musik aus verschiedenen Blickwinkeln: Zum Beispiel gab uns DJ Opa, Stadion-DJ bei Fortuna Düsseldorf, seine Top-10 Liste der besten Fußballhymnen (Seite 43), Trevor Wilson zeigt uns seine umfassende Sammlung von Fußballliedern, die in einem einmaligen Onlinearchiv gesammelt sind (Seite 48), und zusammen mit Frank Zander (Seite 50) feiern wie seine Stadionhymne »Nur nach Hause«, die auch bereits ihr 20-jähriges Jubiläum erlebt. Er erzählt uns auch, wie es ist, vor 70.000 Menschen im Berliner Olympiastadion zu stehen (Spoiler: Er hat Lampenfieber!). Und dass die Sportfreunde Stiller ihre Leidenschaft schon im Namen tragen, weiß jeder. Wie man Band-intern mit unterschiedlichen Vereinsvorlieben umgeht hingegen nur sie (Seite 74).
Aber keine Sorge, trotzdem ist die neue Ausgabe kein reines Männerheft geworden. Im Gegenteil: mit Elif (Seite 17), Dota Kehr (Seite 20) und Marla Blumenblatt (Seite 18) aus Deutschland, sowie Caracol (Seite 62) und vor allem den Haim-Schwestern (Seite 58) aus Übersee schicken sich die Frauen an, den Musikherbst mit neuen, großartigen Alben zu dominieren. Sie stehen dabei für ganz unterschiedliche Musikstile und Arten von Weiblichkeit – im Umgang mit sich selbst, ihrem Image, ihren Texten und ihrem Auftreten. Das gilt auch für die polnischen Sängerinnen, die ihre neue Heimat in Berlin gefunden haben, und denen sich der zweite Teil unserer Reportage widmet (Seite 74). Im interessanten Gegensatz dazu stehen übrigens die Ansichten von Mike Portnoy von den Winery Dogs (Seite 63).
Mit diesen Themen führen wir auch schon an unseren Schwerpunkt für die kommende Ausgabe heran: Musik&Gender. Die Räume, die zwischen der einfachen und unzutreffenden Einteilung »Mann oder Frau« stecken, sind unendlich vielfältig und wurden gerade in der Musikwelt und Popkultur schon vor Jahrzehnten ausgelotet. Es gibt viel zu lernen.
Herzlichst,
ihre M&R-Redaktion
