Melodie & Rhythmus

Tonmeister der Revolution

26.09.2017 14:00

Der Wissenschaftler Lew Termen brachte mit seinem Ätherophon visionäre Gestik zum Klingen

Lew Termen

Foto: public domain (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5199054)

Moskau, ein Frühlingstag im März 1922. Im Kreml wartet ein nervöser junger Physiker namens Lew Sergejewitsch Termen auf Lenin. Seit 1919 arbeitet er am neu gegründeten Physikalisch-Technischen Institut, wo er eine interessante Entdeckung gemacht hat: dass die natürliche elektrische Ladung des menschlichen Körpers ein bestehendes elektromagnetisches Feld messbar verändern kann. Und es damit möglich wird, elektronische Schaltkreise zu steuern, ohne sie direkt zu berühren. …

Michael Koltan

Der Komponist Arseni Awraamow wollte die Bewegungen des Proletariats mit einem Welttonsystem vereinigen

Arseni Awraamow

Foto: JW-Archiv

Die Revolution von 1917 bedeutete eine Eruption in beinahe allen Bereichen von Kunst und Kultur, so auch in der Musik. Natürlich waren nicht alle Experimente mit neuen musikalischen Ausdrucksweisen erfolgreich, doch einige von ihnen überdauerten, regten neue Generationen von Künstlern an und ließen so das Feuer des Oktobers weiter glühen.

Zu den unterschätzten sowjetischen Avantgarde-Komponisten zählt auch Arseni Awraamow. Ab 1908 studierte er in Moskau Musiktheorie, seit 1910 trat er als einer der schärfsten Kritiker der zeitgenössischen Tonkunstauf. …

Dmitri Kowalewitsch

Die beiden kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie & Rhythmus 4/2017, erhältlich ab dem 29. September 2017 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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