Melodie & Rhythmus

Vom Erfolg überrollt

26.06.2012 09:55

Rumer

Rumer kommt nicht dazu, eigene Songs zu schreiben
Text: Dagmar Leischow, Foto: WMG

Spannung liegt in der Luft. Gleich wird Rumer die Bühne des Hammersmith Club in London betreten, um einigen Fans und Medienvertretern erstmals ein paar Lieder ihrer zweiten CD »Boys Don‘t Cry« vorzustellen. Anfangs wirkt sie ein bisschen nervös, sie scheint an ihrem Mikrofon Halt zu suchen. Dabei läuft alles wie am Schnürchen. Ihre Band läuft zur Höchstform auf, sie selbst überzeugt mit ihrem hinreißenden Gesang. Zwischendurch erzählt sie lustige Anekdoten. Sie kommt überaus sympathisch rüber, zumal sie nach ihrem Showcase geduldig Autogramme schreibt.

Als wir uns am nächsten Tag in ihrem Lieblingspub nahe der Baker Street treffen, macht die 33-Jährige dagegen einen erschöpften Eindruck. Sie gähnt verstohlen, kritzelt mit einem Kugelschreiber auf einem Zettel herum, manchmal schweift sie vom Thema ab. Irgendwie schafft sie es dann aber doch, sich auf die Fragen zu ihrem neuen Album zu konzentrieren, für das sie eher unbekanntere Nummern aus den siebziger Jahren aufgenommen hat. Diese wurden allesamt im Original von Männern gesungen. »Ich habe nicht zu jedem Song auf Anhieb Zugang gefunden«, gesteht Rumer, die eigentlich Sarah Joyce heißt. »Vor allem zu den Texten baute ich oft erst beim Singen eine Beziehung auf.«

Rumer Boys Don‘t Cry
Warner
www.rumer.co.uk

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie&Rhythmus 4/2012, erhältlich ab dem 29. Juni 2012 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch hier bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

TOP 10: Dezember 2024

Liederbestenliste

Ältere M&R-Newsletter

M&R-Newsletter 3/2025

In der Spaßblase

M&R-Newsletter 2/2025

Rettung der Vergangenheit

M&R-Newsletter 1/2025

Eiserne Staatsräson

Berechtigte Mahnungen

M&R-Newsletter 4/2024

Triumph der Reaktion

M&R-Newsletter 3/2024

Repressives Dogma

M&R-Newsletter 2/2024

»Eine neue Flamme«

M&R-Newsletter 1/2024

Verordneter Philosemitismus

M&R-Newsletter 4/2023

Wiederschlechtmachung

M&R-Newsletter 3/2023

Ideologische Supermacht
»Komm auf die dunkle Seite!«

M&R-Newsletter 2/2023

Kriegsstifter und Friedenshetzer
Lachend in den dritten Weltkrieg?

M&R-Newsletter 1/2023

Sag mir wo die Blumen sind
Nie wieder Frieden

Aus dem M&R-Archiv

Auf Ostfrontlinie gebracht
Nationalistische Parolen, Geschichtsklitterung, Hassexzesse, sogar Begeisterung für den totalen Krieg – einer wachsenden Zahl von Künstlern und Intellektuellen ist offenbar jedes Mittel recht, um sich der neuen Volksgemeinschaft gegen Russland anzudienen. weiterlesen

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Rudolstadtfestival 2023: Viva Cuba

Fotos von Katja Koschmieder und Jens Schulze weiterlesen

In eigener Sache

Wenn die Kraft fehlt
Weshalb der Verlag 8. Mai das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus einstellt

Leider müssen wir heute eine schmerzliche Niederlage eingestehen: Das Magazin für Gegenkultur Melodie & Rhythmus (M&R) kann nicht weiter erscheinen. Das hat verschiedene Gründe, sie sind aber vor allem in unserer Schwäche und in der der Linken insgesamt zu sehen. weiterlesen

*****************

»Man hat sich im ›Grand Hotel Abgrund‹ eingerichtet«
Zum Niedergang des linken Kulturjournalismus – und was jetzt zu tun ist. Ein Gespräch mit Susann Witt-Stahl

Ausgerechnet vor einem heißen Herbst mit Antikriegs- und Sozialprotesten wird M&R auf Eis gelegt – ist das nicht ein besonders schlechter Zeitpunkt?
Ja, natürlich. … weiterlesen

logo-373x100

Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Aktionsabo junge Welt

flashback