Melodie & Rhythmus

Flammendes Leid

30.03.2022 12:31

Wie Gustave Flaubert die apokalyptischen Visionen des expressionistischen Malers Franz Marc inspiriert hat

Maren Hansson

Das letzte Buch, das der französische Romancier Gustave Flaubert vor seinem Tod veröffentlichte, erschien 1877 unter dem Titel »Drei Geschichten«. Darin widmet sich der Autor von »Madame Bovary«, der den Klerus als Hauptverantwortlichen für die allgemeine Verdummung betrachtete, auch der »Geschichte von Sankt Julian dem Gastfreien, ungefähr so, wie man sie auf einem Kirchenfenster in meiner Heimat findet«, wie Flaubert schrieb. Ein zentrales Motiv seiner Erzählung ist der Blutrausch, dem Julian auf der Jagd verfällt – obschon die Tiere ihm »mit einem Blick voll Sanftmut und Flehen« begegnen, wird er »des Niedermetzelns nicht müde«. …

[≡] Cathrin Klingsöhr-Leroy / Barbara Vinken
Krieg als Opfer?
Franz Marc illustriert Gustave Flauberts »Legende des Heiligen Julian«
Diaphanes
128 Seiten, 20 Abbildungen

Der komplette Beitrag erscheint in der Melodie & Rhythmus 2/2022, erhältlich ab dem 1. April 2022 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Anzeigen

Ältere M&R-Newsletter

M&R-Newsletter 3/2026

Blutgemeinschaft

M&R-Newsletter 2/2026

Eine Klasse für sich

M&R-Newsletter 1/2026

Der Fährmann

M&R-Newsletter 4/2025

Zerstörung der Menschlichkeit

M&R-Newsletter 3/2025

In der Spaßblase

M&R-Newsletter 2/2025

Rettung der Vergangenheit

M&R-Newsletter 1/2025

Eiserne Staatsräson

Berechtigte Mahnungen

M&R-Newsletter 4/2024

Triumph der Reaktion

M&R-Newsletter 3/2024

Repressives Dogma

M&R-Newsletter 2/2024

»Eine neue Flamme«

M&R-Newsletter 1/2024

Verordneter Philosemitismus

M&R-Newsletter 4/2023

Wiederschlechtmachung

M&R-Newsletter 3/2023

Ideologische Supermacht
»Komm auf die dunkle Seite!«

M&R-Newsletter 2/2023

Kriegsstifter und Friedenshetzer
Lachend in den dritten Weltkrieg?

M&R-Newsletter 1/2023

Sag mir wo die Blumen sind
Nie wieder Frieden

Aus dem M&R-Archiv

Auf Ostfrontlinie gebracht
Nationalistische Parolen, Geschichtsklitterung, Hassexzesse, sogar Begeisterung für den totalen Krieg – einer wachsenden Zahl von Künstlern und Intellektuellen ist offenbar jedes Mittel recht, um sich der neuen Volksgemeinschaft gegen Russland anzudienen. weiterlesen

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

logo-373x100

Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss
flashback