Melodie & Rhythmus

The Red Nation

14.12.2021 16:00
Red-Nation-Aktivisten demonstrieren gegen das jährliche Reenactment »Entrada«, die glorifizierte Niederschlagung des PuebloAufstands in Santa Fe von 1680 durch die spanischen Kolonialherren Foto: Imago / Zuma Press

Red-Nation-Aktivisten demonstrieren gegen das jährliche Reenactment »Entrada«, die glorifizierte Niederschlagung des Pueblo-Aufstands in Santa Fe von 1680 durch die spanischen Kolonialherren
Foto: Imago / Zuma Press

Gegen die imperialistische Todesmaschine

Interview: Matthias Rude

Indigene Linke gründeten 2014 in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico die Organisation The Red Nation (TRN). Die derzeit rund 30 Mitglieder des Zusammenschlusses wollen auf die Unterdrückung der Indigenen aufmerksam machen und der Marginalisierung ihrer Lebenswelt und Kultur in der amerikanischen Öffentlichkeit entgegenwirken. TRN unterhält zwei eigene Podcasts, unter anderem mit Sendungen gegen den militärisch-industriellen Komplex der USA, und mit Red Media Press neuerdings auch einen eigenen Verlag. Justine Teba, die den Stämmen Santa Clara Pueblo, Tesuque Pueblo und Acoma Pueblo angehört und in Acoma Pueblo lebt, ist TRN-Mitglied, Kommunikationsministerin in einem Rat für indigene Führungskräfte und arbeitet für Red Media Press. M&R sprach mit ihr über die Situation der Indigenen in den USA, The Red Nation und ihre Medienprojekte sowie die marxistische Weltanschauung ihres Kollektivs.

Was waren die entscheidenden Impulse für die Gründung von TRN?

TRN entstand auf dem Tiwa-Territorium im Zuge von Protesten nach brutalen Morden an Indigenen, zum Beispiel an Cowboy und Rabbit, die von drei jugendlichen Siedlern in Albuquerque umgebracht wurden, oder an Loreal Tsingine, auf die ein Polizist in Winslow im Nachbarstaat Arizona fünf Schüsse abgefeuert hat, und an den über 170 Menschen in Gallup. Das sind nur einige Beispiele für die Gewalt, die in allen von Siedlern besetzten Gebieten auf der ganzen Welt herrscht. Die Anfänge von TRN waren von direkten Aktionen geprägt, wie Kundgebungen und Demonstrationen. …

Der komplette Beitrag erscheint in der Melodie & Rhythmus 1/2022, erhältlich ab dem 17. Dezember 2021 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Anzeigen



TOP 10: März 2024

Liederbestenliste

Ältere M&R-Newsletter

Aus dem M&R-Archiv

Auf Ostfrontlinie gebracht
Nationalistische Parolen, Geschichtsklitterung, Hassexzesse, sogar Begeisterung für den totalen Krieg – einer wachsenden Zahl von Künstlern und Intellektuellen ist offenbar jedes Mittel recht, um sich der neuen Volksgemeinschaft gegen Russland anzudienen. weiterlesen

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Rudolstadtfestival 2023: Viva Cuba

Fotos von Katja Koschmieder und Jens Schulze weiterlesen

In eigener Sache

Stellenausschreibung
Die Verlag 8. Mai GmbH sucht eine Kulturredakteurin (m/w/d) für die Melodie & Rhythmus

*****************

Wenn die Kraft fehlt
Weshalb der Verlag 8. Mai das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus einstellt

Leider müssen wir heute eine schmerzliche Niederlage eingestehen: Das Magazin für Gegenkultur Melodie & Rhythmus (M&R) kann nicht weiter erscheinen. Das hat verschiedene Gründe, sie sind aber vor allem in unserer Schwäche und in der der Linken insgesamt zu sehen. weiterlesen

*****************

»Man hat sich im ›Grand Hotel Abgrund‹ eingerichtet«
Zum Niedergang des linken Kulturjournalismus – und was jetzt zu tun ist. Ein Gespräch mit Susann Witt-Stahl

Ausgerechnet vor einem heißen Herbst mit Antikriegs- und Sozialprotesten wird M&R auf Eis gelegt – ist das nicht ein besonders schlechter Zeitpunkt?
Ja, natürlich. … weiterlesen

logo-373x100

Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Jetzt abonnieren

flashback