Melodie & Rhythmus

Freud & Marx

25.10.2016 15:41
Jüdische Siedler in Gaza instrumentalisieren den gelben Stern Foto: Str New / Reuters

Jüdische Siedler in Gaza instrumentalisieren den gelben Stern
Foto: Str New / Reuters

Moshe Zuckermann über die politische Dimension der Psychoanalyse

Interview: Susann Witt-Stahl

Mit seinem neuen Buch bricht der israelische Soziologe eine Lanze für den Freudomarxismus. Anhand von Fallstudien zum Komplex Israel – Zionismus – Shoah belegt er, dass die »theoretische Synthese des makrosoziologischen Marxismus mit der Freud’schen Tiefenpsychologie« ein unverzichtbares Instrument für eine aufklärerische Zeitdiagnose ist. M&R bat ihn um Details.

Der Freudomarxismus hatte nur in den 1960er-Jahren Einfluss auf die Linke. Heute ist er praktisch mausetot. Warum ist das so bedauerlich?

Vor allem weil, wie ich in meinem Buch darzustellen versuche, der Freudomarxismus noch immer ein Begriffs- und Theoriearsenal zu bieten hat, das mitnichten veraltet ist, sondern ganz im Gegenteil sehr bereichernd und mehrschichtig auf die emanzipativ ausgerichtete Gesellschaftsund Politikanalyse angewendet werden kann. Ich denke da vor allem an die ausgedörrte Kritik des Kapitalismus und der ihm innewohnenden, mithin psychisch getragenen ideologischen Strukturen. Mit gutem Grund lag den vorwaltenden Herrschaftsapparaturen dran, diese Kritik lahmzulegen.

Sie schreiben, deren »Niederlage kann mit Kategorien des Freudomarxismus noch am besten erklärt werden«. Bitte tun Sie das doch mal.

Insofern der Freudomarxismus auf die Bekämpfung ideologisierter Autoritätsstrukturen ausgerichtet ist, …

Moshe Zuckermann Freud und das Politische. Psychoanalyse, Emanzipation und Israel
Promedia Verlag

Das komplette Interview lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 6/2016, erhältlich ab dem 28. Oktober 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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