Melodie & Rhythmus

Leserbriefe

28.10.2014 14:43

Leserbriefe

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Musik für Hipster

Verehrte M&R-Redaktion,

ich frage mich, wie man ernsthaft über die Band Kraftklub schreiben und sie dabei als »bodenständig und ohne Gehabe« bezeichnen kann, auch wenn die Bandmitglieder das von sich behaupten mögen. Schauen Sie sich doch das Foto einmal genau an, das Sie zu Ihrem Artikel abgedruckt haben. Ist das kein Gehabe? Und wenn nicht: Hat die Musik irgendeinen Gehalt, oder enthalten die Songtexte irgendeine, vielleicht versteckte Kritik? Ich kann nichts dergleichen finden.

Diese Mittzwanziger, die wahlweise im Radical-Chic- oder Hipster-Einheitslook (»wir finden es einfach geil, eine Art Uniform zu tragen«) auftreten, verkörpern die Belanglosigkeit gegenwärtiger Indie-Musik aus dem und für das Studentenmilieu. Hipster, die Musik für Hipster machen, wie K.I.Z. die Inszenierung von Kraftklub treffend charakterisiert haben. Im Grunde belügt man also die Leser der M&R, wenn man ihnen vormacht, es handele sich bei der abgebildeten Musik um Kunst oder Populärkultur, mit der man für eine kulturelle Hegemonie von links streiten könnte.

Nichts für ungut.
Ich les‘ Euer Magazin trotzdem.

Markus Franzen

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Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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