Melodie & Rhythmus

Leserbriefe

26.08.2014 14:48

Leserbriefe

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Liebe M&R,
schönes Magazin habt Ihr da auf die Beine gestellt. Das Projekt ist sehr ambitioniert und füllt eine Lücke. Auch die Themenauswahl gefällt. Leider habe ich häufiger das Gefühl, dass viele interessante Ideen und Zusammenhänge nur angeschnitten werden. Würde mir manchmal längere, tiefergehende Texte wünschen. Und Vier-Sätze- Plattenkritiken sind auch eher nix. Im Großen und Ganzen aber eine erfreuliche Lektüre. Danke und weiter so!
Thomas

Politisch engagierte Musik –
Pro und Contra

Ganz so idealistisch wie Konstantin Wecker setze ich nicht auf die Wirkung politischer Musik in dieser Welt. Was wirkt, sind Ideen, Utopien und Visionen, nicht die Musik. Musik ist lediglich eines von vielen geeigneten Kommunikationsmitteln auf dem Weg zu politischen Veränderungen. Musik ist meist jedoch eher ein Abbild der Gesellschaft als deren Widerpart. Aber man muss hier dennoch nicht zum Schwarzseher werden. Wenn Marvin Chlada sagt: »Die Hütten bleiben Hütten, und die Paläste bleiben Paläste«, dann stimme ich mit ihm noch überein; aber das ist es dann auch schon. Denn wenn man mit politisch engagierter Musik nichts bewirkt, wie er behauptet, so ist es doch wohl so, dass davon offenbar weder all jene vollends überzeugt sind, die in Palästen wohnen, noch all jene, die in Hütten wohnen. Ich glaube sogar, dass es Palastbewohner gibt, die sich durch kritische Lieder angesprochen fühlen und anfangen, gewisse Befürchtungen zu hegen und dadurch vielleicht selber etwas kritischer werden. Andere machen vielleicht nur ein Schloss mehr an die Haustür. Hüttenbewohnern dagegen gibt solche Musik eine kleine Hoffnung auf Besserung oder sie wird für sie zumindest zum Ventil, das die eigene Situation wenigstens zeitweise erträglich erscheinen lässt. Ich kann für mich sagen: Ich gönne den einen ihre moderate Angst und ihre Befürchtungen und den anderen die Hoffnung auf Verbesserung. Vielleicht ergänzt sich das ja auch manchmal in konstruktiver Weise. Man stelle sich nur mal vor, was wäre, wenn dieses Ventil Musik nicht existieren würde – sei sie nun politisch oder unpolitisch … die Welt wäre sicher keine bessere. Insofern ist jede Musik per se politisch bzw. politisch wirksam, selbst die unpolitische. Warum aber ausgerechnet politische Musik laut Chlada keine Wirkung haben soll, erschließt sich mir darum nicht ganz.

Mit freundlichen Grüßen
Markus Schüßler

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zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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