Melodie & Rhythmus

Zeitschrift Melodie & Rhythmus vor dem Aus?

05.01.2018 15:58

Pressemitteilung

Die seit 1957 in Berlin erscheinende Musikzeitschrift Melodie & Rhythmus war eine der beliebtesten Zeitschriften in der DDR. Gerade ist die Januarausgabe mit dem Schwerpunkt Afrika an Abonnenten und Kioske ausgeliefert worden. Die Verlag 8. Mai GmbH, in der auch die Tageszeitung junge Welt erscheint, hat am Freitag mitgeteilt, dass die nächste Nummer nicht erscheinen kann und eine Wiederaufnahme der Produktion in absehbarer Zeit nicht in Aussicht steht.

„Um Melodie & Rhythmus auf hohem Niveau weiterentwickeln zu können, müssten Mittel zur Verfügung gestellt werden, die der Verlag dauerhaft nicht aufbringen kann“, teilt Verlagsgeschäftsführer Dietmar Koschmieder in Berlin mit. Die Verlag 8. Mai GmbH hat die Musikzeitschrift im Dezember 2008 übernommen und über verschiedene Stufen zum vierteljährlich erscheinenden „Magazin für Gegenkultur“ weiterentwickelt. Die Chefredakteurin Susann Witt-Stahl bezeichnete diese Entwicklung damals als Tigersprung, der nur gelingen könne, wenn möglichst viele neue Leserinnen und Leser davon zu überzeugen seien, „dass unabhängige oppositionelle Kultur samt den Medien, die sie begleiten, selten so dringend gebraucht wurden wie heute.“

In der DDR hatte das Magazin eine Auflage von bis zu 300.000, zuletzt lag sie bei knapp 10.000 Exemplaren. Die Abo- und Kioskverkäufe haben sich nach Verlagsangaben zwar positiv entwickelt, allerdings waren diese nicht ausreichend, um die Anzeigenrückgänge zu kompensieren.

Die Tageszeitung junge Welt, die auch im Verlag 8. Mai erscheint, berichtet in der Wochenendausgabe vom 6. Januar 2018 auf der Schwerpunktseite über dieses Thema.

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Hommage an Daniel Viglietti

Aktuelles

Auf Eis gelegt


Die Produktion von Melodie & Rhythmus, Magazin für Gegenkultur, wird vorerst eingestellt. Einnahmen reichen nicht, um hohe inhaltliche Ansprüche auf Dauer zu finanzieren.

Zur Ästhetik der Großen Weigerung


Warum eine Gegenkultur auf historisch-materialistischer Basis alternativlos ist

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Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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