Melodie & Rhythmus

M&R November/Dezember 2015


Ab dem 30. Oktober am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel und im Abo.

CoverDas Kollektiv gehört zur Matrix allen menschlichen Zusammenlebens. Das gilt für die Organisation gesellschaftlicher Arbeit und sozialen Miteinanders – wie für das Kunstschaffen. Vom dionysischen Chor über das Sinfonieorchester bis zur Metal-Band: Seit jeher trägt das gemeinschaftliche Musizieren kollektive Züge. Wie weit diese entfaltet werden können, hängt von dem Maß der Freiheit seiner Akteure und der Überwindung des Hierarchischen ab. Die Klassenstruktur, in der wir nach wie vor leben, setzt dem Kollektiv Grenzen, die beim Aufbau einer besseren Gesellschaft überwunden werden müssen. Fortschrittliche Musiker wissen das. Weil Kunst nicht nur die Möglichkeit hat, die Wirklichkeit zu spiegeln, sondern auch einen Vorschein einer möglichen anderen Welt zu erschaffen, experimentieren Musiker immer wieder mit antihierarchischen Organisationsformen. In den 1920er-Jahren gründete sich in Moskau mit Persimfans ein Orchester-Kollektiv ohne Dirigenten. Knapp 70 Jahre später formulierte die US-amerikanische Industrial-Hip-Hop-Band Consolidated mit »This Is a Collective« und anderen musikalischen Kampfansagen eine Antithese zu George Bushs neoliberaler New World Order. weiterlesen
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MAGAZIN

06 | »Stream Wars«: Der Kampf um Online-Musikdienst-Marktanteile
07 | Kultur auch und gerade für Flüchtlinge
08 | DDR-Musiken – was bleibt., Linke Literaturmesse Nürnberg
09 | Kommentar: Die Stimmung kippt nach rechts, R.I.P.

MUSIK & KÜNSTLER {#1}

10 | Boysetsfire: Cheerleader der Veränderung
12 | Editors: Ausgeträumt
13 | Die Zöllner: Befreiungsschlag
15 | Animation: Verstörendes Finale
16 | Mariza
17 | Killing Joke: Hypnotisches Ritual

TITELTHEMA Kollektivismus

21 | Kollektive Musikgeschichte
24 | »This is a Collective«. Interview: Consolidated
27 | Persimfans – das russische Orchester ohne Dirigent
28 | Eislers und Brechts Bemühungen um das revolutionäre Kollektiv
32 | Synthese und Konkurrenz. Zur Dialektik von Individuum und Kollektiv in der Kunstmusik
34 | Where Green is the New Black. Kollektivismus im Post-Black-Metal
36 | Individualisten-Pop gegen Normcore
38 | Ideologie des Antikollektivismus
39 | Egotronic: Tönende Totalitarismustheorie

MUSIK & KÜNSTLER {#2}

40 | Procol Harum: Philosophen der Melancholie
41 | Christobal and the Sea: Eine neue Welt entdecken
42 | Wanda: Erst Amore, jetzt Bussi
43 | Theodore
44 | M&R-Fragebogen: B Dolan
46 | Newcomer Elen: Setz Dich hin, wenn sie singt
47 | Newcomer: Poems For Jamiro, Lara Maria Gräfen, Wuttke, Nasty Matter
48 | Album des Monats: Die Nerven – Out
49 | Rezensionen

STANDPUNKTE

63 | Kolumne aus Paris: Wenn die Nacht in der Stille stirbt
64 | Pro & Contra: »Artivismus«
66 | Feature: Hipster – Generation Biedermeier
70 | Daniel Barenboim: Persona non grata in Israel

SPEZIAL

73 | Feindbild »Intelligenzflüchtling«. Unterschichten-Bashing statt Antirassismus
74 | Turbofolk: Musik der jugoslawischen Arbeiterklasse
76 | Emanzipation durch elektronische Musikproduktion: »Zauberkisten«
78 | Analyse: The Who – »My Generation«
79 | Legendäre Orte: Kamtschatka, Sankt Petersburg
80 | Mit György Ligeti und Mauricio Kagel in die Posthistorie
81 | Sex im Dunkeln: Klanginstallation homosexuelle Subkultur

FILM & LITERATUR

83 | »Madame Marguerite«: Schon schräg
84 | Rezensionen Filme
87 | Interview: Die RAF in der Kunst
88 | Rezensionen Bücher

LIVE

91 | Beirut
92 | Sufjan Stevens Jurassic Five
93 | Dengue Fever
94 | Der magische Mehrwert – das Bandkollektiv
96 | Konzert-Präsentationen
98 | Impressum, Leserbriefe

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M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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