Melodie & Rhythmus

»Der Krieg bewegt sich nur manchmal nicht«

28.10.2014 14:14

Einstuerzende Einbauten
Foto: Mote Sinabel

Einstürzende Neubauten verarbeiten die »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« mit verstörenden Klängen
Franz X.A. Zipperer

Fast kann von einem Jubiläumsrausch des Gedenkens an den Beginn des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren gesprochen werden. Und sind sie dem Grunde nach nicht alle gleich, die Gedanken des Gedenkens? Doch als die Einstürzenden Neubauten mit »Lament« dazwischen grätschen, wird deutlich, es geht auch anders.

Das fängt schon bei den Grundannahmen der Performance an, die eine Auftragsarbeit der Region Flandern ist und am 8. November 2014 in Diksmuide Premiere haben wird. Der doch recht unbekannte Ort erfordert einen historischen Exkurs. Während des Krieges liegt die Stadt im Frontbereich. Als die deutsche Armee im Oktober 1914 die Stadt erreicht, wird die Gegend durch Öffnen der Schleusen der Yser geflutet. Im Verlauf der Schlacht an der Yser und des Krieges wird die Stadt zerstört. Doch zurück zu den Prämissen. »Es war sofort klar, dass wir die Gleichung Einstürzende Neubauten sind gleich Krach und Getöse nicht erfüllen werden«, stellt Frontmann Blixa Bargeld klar, »für eine Performance – und es ist eine Performance, das, was man hört, ist zunächst das Nebenprodukt dessen, was auf der Bühne geschieht – mit belliziösen Donnerschlägen stehen wir nicht zur Verfügung.«

Einstürzende Neubauten Lament
BMG
www.neubauten.org

Den kompletten Artikel lesen Sie in der M&R 6/2014, erhältlich ab dem 31. Oktober 2014 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

Che: Die ersten Jahre

flashback
logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Jetzt am Kiosk!

Anzeige Rosa-Luxemburg-Konferenz

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop

M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

Interview lesen
 
Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

Interview lesen
 
"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
Radiointerview anhören