Melodie & Rhythmus

Akrobatik mit Paul Smith

07.11.2012 11:41

Maximo Park

Maxïmo Parks Postpunk im Astra: Eingängig, flink, kantig – aber wo bleiben die Jungen?
Text: Lukas Dubro, Foto: Monique Wüstenhagen

Ein Freitagabend an der Warschauer in Berlin-Friedrichshain: Langsam formiert sich der allwöchentliche Feiermob. Nur noch wenige Stunden verbleiben bis zum kollektiven Exzess. Im Augenblick ist die Lage aber ruhig. Man läuft umher, sucht nach einem Ort, an dem man die Nacht einläuten kann. Das Astra Kulturhaus scheint an diesem Abend nur bei wenigen jungen Leuten auf dem Plan zu stehen. Zumindest stellen Menschen unterhalb der 25-Jahr-Grenze auf dem dort angekündigten Konzert die Minderheit. Es sind vor allem ältere Semester, die gekommen sind, um sich die Helden ihrer Jugend anzuschauen: Die britische Postpunk- Band Maxïmo Park.

Dieser Umstand überrascht, schließlich sind Maxïmo Park nicht irgendwer. Ganz im Gegenteil gehört die fünfköpfige Gruppe um Sänger Paul Smith zu jenen Bands, die den Rocksound der 00er-Jahre entscheidend mitgeprägt haben. Maxïmo Park stehen für eingängige Melodien, flinke Gitarrenriffs und kantige Rhythmen. Noch immer kommt keine Indie-Party ohne ihre Songs aus, gibt es genug Bands, die so klingen wollen wie sie.

Dennoch: Die Jugend bleibt heute Abend fern. Immerhin ist das Konzert ausverkauft. Alles andere wäre auch ungerecht gewesen, schließlich sind Maxïmo Park eine großartige Liveband. Auch im Astra geben die Briten vom ersten Lied an alles. Vor allem Smith glänzt mit seiner Bühnenakrobatik: Er springt in die Höhe, fällt auf die Knie, reißt die Arme in die Luft und verzieht bei besonders dramatischen Songs das Gesicht. Übertroffen wird seine Show nur noch durch sein exzentrisches Outfit. Er trägt eine grelle Krawatte, einen schwarzen Hut und ein hautenges Hemd.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie&Rhythmus 6/2012, erhältlich ab dem 9. November 2012 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch hier bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

1.700 Abos jetzt

Solidarität mit M&R

DIDF-Jugend unterstützt M&R

Liebe Leserinnen und Leser, Aktive und Herausgeberinnen und Herausgeber
der jungen Welt und der M&R,

ich bin Johanna aus dem SDS der HAW, der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Ich melde mich aus aktuellem Anlass zu Wort, um für die Wiederaufnahme der Melodie & Rhytmus zu sprechen.

weiterlesen
1.700 Abos jetzt
logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Aktuelles

Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus erscheint weiter
Mit einer Crowdfunding-Kampagne schaffen Lesende, Künstler und Verlag Voraussetzungen für die nächsten Ausgaben
29.06.2018
Dein M&R-Abo fehlt!
Neuer Kurs: 1.400 Abonnenten bis zum 14. Juli!
jW, 23.06.2018
Instrument im Kampf gegen Kriege
Bereits 554 Abos für Melodie & Rhythmus – Solikonzert am 22. Juni in der Berliner Wabe
jW, 12.05.2018
Die Waffe der Kritik braucht ein Magazin … Die Waffe der Ideologiekritik braucht ein Magazin
jW, 14.04.2018
Gegen den Massenbetrug Die Waffe der Ideologiekritik braucht ein Magazin
jW, 31.03.2018
Melodie & Rhythmus retten – 1.000 Abos jetzt! jW, 31.03.2018
Sterben Musikzeitschriften aus? Krise und Umbruch
„Musikforum“, „Melodie & Rhythmus“ und die „Österreichische Musikzeitschrift“ - drei traditionsreiche Magazine werden sicher oder möglicherweise eingestellt. Sterben Musikzeitschriften aus? Und liegt die Rettung im Internet? Jan Ritterstaedt hat sich umgehört.
SWR, 22.02.2018

Auslaufmodell Gegenkultur? Zum drohenden Ende von Melodie & Rhythmus
Interview von Deutschlandfunk Kultur mit M&R-Chefredakteurin Susann Witt-Stahl
21.02.2018, mp3

Wundertäter gesucht
Wie Melodie & Rhythmus als Magazin für Gegenkultur doch noch fortgeführt werden könnte
27.01.2018

Treibstoff für große Anstrengungen
Aufgeben – das ginge gar nicht in Zeiten des aufhaltsamen Aufstiegs der AfD und anderer rechter Demagogen, meinen fast alle, denen M&R etwas bedeutet.
27.01.2018

Auf Eis gelegt
Die Produktion von Melodie & Rhythmus, Magazin für Gegenkultur, wird vorerst eingestellt. Einnahmen reichen nicht, um hohe inhaltliche Ansprüche auf Dauer zu finanzieren.
06.01.2018

Zur Ästhetik der Großen Weigerung
Warum eine Gegenkultur auf historisch-materialistischer Basis alternativlos ist
06.01.2018

Pressemitteilung:
Zeitschrift Melodie & Rhythmus vor dem Aus?, 05.01.2018
Anzeige junge Welt
flashback

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop