Melodie & Rhythmus

»Haltet den Dieb!«

30.08.2016 14:22
Foto: wikimedia.org / public domain

Foto: wikimedia.org / public domain

Zur (Psycho-)Analyse des Antisemitismus in der Musik

Susann Witt-Stahl

Die Musik gilt den Ideologen des mit dem Kapitalismus aufgekommenen modernen Antisemitismus als wichtigstes Kampffeld auf kultureller Ebene. Ein wesentlicher Grund war die Befürchtung, dass »der Jude« die Tonkunst als ideales Medium der »Tarnung« zum Zweck der Durchdringung und Bemächtigung »fremder Erlebnisräume« benutzen könnte, wie sie der Autor Julius Friedrich 1936 in der Zeitschrift Die Musik formulierte: Es liege in der Natur der Musik, dass sich »ihre Werte oder Unwerte« nicht so leicht dechiffrieren ließen. »So ist diese von rein gefühlsmäßiger Erkenntnis abhängige, äußerliche Indifferenz der Erscheinung für die jüdische Mentalität der willkommene Anreiz zu einer Ausmünzung gewesen.« Die Gerüchte über die Juden, die Schmähung ihres Kunst- und Kulturschaffens flankierten bis zur Kulmination in der Massenvernichtung die ökonomische, soziale und politische Diskriminierung. Die Musik jüdischer Komponisten – wie der Charakter »der Juden« allgemein – sei geprägt vom Parasitären, Hang zum Epigonalen und Eklektizismus, so das antisemitische Klischee. In den Werken der Juden finde sich das papageienhaft Nachäffende, das auch der jüdischen Sprechweise eigentümlich sei. »Der Jude hat nie eine eigene Kunst gehabt«, meinte Richard Wagner in seinem Aufsatz »Das Judenthum in der Musik« von 1850, der bis heute als Fundament des Kulturantisemitismus gilt.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 5/2016, erhältlich ab dem 2. September 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

1.700 Abos jetzt

Stellenausschreibung

Wir suchen für die Redaktion der Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus – Magazin für Gegenkultur zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine / einen

Kulturredakteurin
/Kulturredakteur

in Voll- oder Teilzeit


Solidarität mit M&R

DIDF-Jugend unterstützt M&R

Liebe Leserinnen und Leser, Aktive und Herausgeberinnen und Herausgeber
der jungen Welt und der M&R,

ich bin Johanna aus dem SDS der HAW, der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Ich melde mich aus aktuellem Anlass zu Wort, um für die Wiederaufnahme der Melodie & Rhytmus zu sprechen.

weiterlesen
1.700 Abos jetzt
logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Aktuelles

Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus erscheint weiter
Mit einer Crowdfunding-Kampagne schaffen Lesende, Künstler und Verlag Voraussetzungen für die nächsten Ausgaben
29.06.2018
Dein M&R-Abo fehlt!
Neuer Kurs: 1.400 Abonnenten bis zum 14. Juli!
jW, 23.06.2018
Instrument im Kampf gegen Kriege
Bereits 554 Abos für Melodie & Rhythmus – Solikonzert am 22. Juni in der Berliner Wabe
jW, 12.05.2018
Die Waffe der Kritik braucht ein Magazin … Die Waffe der Ideologiekritik braucht ein Magazin
jW, 14.04.2018
Gegen den Massenbetrug Die Waffe der Ideologiekritik braucht ein Magazin
jW, 31.03.2018
Melodie & Rhythmus retten – 1.000 Abos jetzt! jW, 31.03.2018
Sterben Musikzeitschriften aus? Krise und Umbruch
„Musikforum“, „Melodie & Rhythmus“ und die „Österreichische Musikzeitschrift“ - drei traditionsreiche Magazine werden sicher oder möglicherweise eingestellt. Sterben Musikzeitschriften aus? Und liegt die Rettung im Internet? Jan Ritterstaedt hat sich umgehört.
SWR, 22.02.2018

Auslaufmodell Gegenkultur? Zum drohenden Ende von Melodie & Rhythmus
Interview von Deutschlandfunk Kultur mit M&R-Chefredakteurin Susann Witt-Stahl
21.02.2018, mp3

Wundertäter gesucht
Wie Melodie & Rhythmus als Magazin für Gegenkultur doch noch fortgeführt werden könnte
27.01.2018

Treibstoff für große Anstrengungen
Aufgeben – das ginge gar nicht in Zeiten des aufhaltsamen Aufstiegs der AfD und anderer rechter Demagogen, meinen fast alle, denen M&R etwas bedeutet.
27.01.2018

Auf Eis gelegt
Die Produktion von Melodie & Rhythmus, Magazin für Gegenkultur, wird vorerst eingestellt. Einnahmen reichen nicht, um hohe inhaltliche Ansprüche auf Dauer zu finanzieren.
06.01.2018

Zur Ästhetik der Großen Weigerung
Warum eine Gegenkultur auf historisch-materialistischer Basis alternativlos ist
06.01.2018

Pressemitteilung:
Zeitschrift Melodie & Rhythmus vor dem Aus?, 05.01.2018
Anzeige junge Welt
flashback

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop