Melodie & Rhythmus

M&R September/Oktober 2016


Ab Freitag am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel und im Abo.

CoverWas ist jüdische Musik? Wer dieser Frage nachgeht, wird zunächst feststellen, dass der Singular nicht reicht: Allein das diasporisch Hybride hat eine große Vielfalt verschiedenster jüdischer Musiken und Musikästhetiken hervorgebracht. Die jüdische Geschichte von Ausgrenzung, Vertreibung und Verfolgung erschwert es, in Musikkulturen und -kulturbetrieb »das Jüdische« aufzuspüren. Die fremdbestimmte Definition jüdischer Identität zum Zweck der Verbreitung von Ressentiments (wie ihn Richard Wagner mit seinem »Das Judenthum in der Musik« verfolgte) oder der Vereinnahmung wiederum verleitet dazu allzu leicht. Aber es gibt, wie Moshe Zuckermann es ausdrückt, eine »jüdische Dimension«, weit über Klezmer und jiddische Lieder hinaus.

Ausgabe bestellenAllerdings ist der Blick darauf verstellt.

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MAGAZIN

06 | Strafanzeige gegen Erdoğan, Nachbericht: M&R auf dem UZ-Pressefest
07 | Die »Viva Cuba«-Tournee von Gerardo Alfonso – Eine Bilanz
08 | ver.di-Wettbewerb: Arbeiterliedgut
09 | »Losgelöst von allen Wurzeln …«. M&R-Veranstaltung mit Esther Bejarano und Moshe Zuckermann, R.I.P.

Musik & Künstler {#1}

10 | Suzanne Vega: Gegen die Normen
12 | The Ruts: Einst stolze Arbeiter
13 | Rome: Architekt der Melancholie
15 | Kaiser Chiefs: Durchhaltevermögen
16 | Mykki Blanco
17 | Gaby Moreno: »Rette sich, wer kann!«

Titelthema Jüdische Musiken

21 | Die Jüdische Dimension – Im Spannungsfeld des Diasporischen und Nationalen
24 | Juden und Heavy Metal
25 | Jüdische Ursprünge von Punk. Interview mit Steven L. Beeber
26 | Humor des Nonkonformismus. Interview mit Jewish Monkeys
27 | Emanzipative Bewältigung der Shoah. Interview mit Marmara Streisand
28 | Klezmer – Die Wiederkehr des Verdrängten
29 | Schpil, Klezmorim, Schpil–Klezmer-Revival in den USA
30 | Jüdische Schallplattenlabels
32 | »Mutige un drajsste zum schlacht«. Jüdische Partisanenlieder
34 | Diasporische Lebenswelten im Pop
35 | »Manchmal kommen mir die Tränen«. Interview mit Esther Bejarano
36 | Der Holocaust in der zeitgenössischen Musik – Arnold Schönberg und Luigi Nono
37 | Experimenteller Zugang zum Unbeschreiblichen – John Zorn und Meira Asher
38 | Spuren des jüdischen Glaubens im Werk Gustav Mahlers

Musik & Künstler {#2}

40 | New Model Army: Im Dunkeln sehen
41 | Norah Jones: Jazz-Fan
42 | Hattler: Aufrichtiger Autist
43 | Harakiri for the Sky: Ciao, Genre-Grenzen!
44 | M&R-Fragebogen: Useless ID
46 | Newcomer: Nullzwo – Im Strom der Erinnerungen
47 | Newcomer: Bock & Fuchs, Albert, Dope Est Dope, Super Wang!
48 | Album des Monats: Pixies – Head Carrier
49 | Rezensionen

Standpunkte

63 | Kolumne aus Tokio: Soundtrack zur fröhlichen Unterwürfigkeit
64 | Pro & Contra: Auschwitz in der Popkultur
66 | Feature: Unsichtbare Nabelschnur – Jüdische Musiker über das Leben in Israel und der Diaspora
70 | »Haltet den Dieb!« Zur (Psycho-)Analyse des Antisemitismus in der Musik

Spezial

73 | Musiker gegen rassistische Polizeigewalt in den USA
74 | Paul Dessaus »Deutsches Miserere«
76 | 15 Jahre nach 9/11 – Superhelden und Rettungsfantasien
78 | Analyse: »Sog nit kejnmol«
79 | Legendäre Orte: Tingel-Tangel-Theater, Berlin
80 | Andrea Lorenzo Scartazzinis Oper »Der Sandmann«
81 | Sven Helbigs Chorwerk »I Eat the Sun and Drink the Rain«

Film & Literatur

83 | Soundtrack zu einem imaginären Kannibalenfilm. Interview mit Mondo Sangue
84 | Rezensionen Filme
86 | Erinnerung an Rio Reiser. Interview mit Gert Möbius
87 | Rezensionen Bücher

Live

91 | Neil Young
92 | Anohni
93 | Massive Attack
94 | Reportage: Besuch bei der Ju Percussion Group in Taiwan
96 | Konzertpräsentationen
98 | Impressum, Leserbriefe

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M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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