Melodie & Rhythmus

Berlin Musicboard

28.08.2013 08:03

Vernetzung und Förderung
Text: A. Käßner, Foto: Angela M. Arnold

Seit Anfang des Jahres ist Berlin um eine Institution reicher. Mit einem Etat von 1 Million Euro rief Klaus Wowereit (SPD) das sogenannte Berlin Musicboard ins Leben, um die Musikszene zu fördern und weiter zu vernetzen. Aber »das Ganze ist aus der Musikszene entstanden, die gesagt hat: Wir brauchen so etwas wie das Medienboard«, erzählt die Kulturmanagerin Katja Lucker, Leiterin des Musicboards und eigens dafür ernannte Musikbeauftragte des Landes Berlin. Im März 2013 lief die Frist für die Anmeldung zur ersten Förderphase aus und obwohl eben erst gegründet, konnte sich das Musicboard über rege Resonanz freuen. Von insgesamt 99 eingegangenen Anträgen konnten bereits 24 umgesetzt und mit rund 550.000 Euro unterstützt werden.

Bei der Ausschreibung wurden zwei Programme unterschieden. Beim »Karrieresprungbrett« handelt es sich um Strukturen zur Unterstützung von Nachwuchskünstlerinnen, wie Veranstaltungsreihen, die vermehrt unbekannten Menschen eine Bühne bieten, aber auch Vereine, die sich für die Weiterbildung in Sachen Musikbusiness engagieren und Vernetzung vorantreiben. Gefördert wurden unter anderem Formate wie TV Noir oder das Berliner Bandbüro vom ORWOhaus. »Bei ›Pop im Kiez‹ geht es ganz klar darum, ein neues Miteinander von Clubs, Anwohnern und Investoren zu bewirken, mit bestimmten Veranstaltungen«, erklärt Lucker. Dementsprechend wurden unter anderem Projekte gefördert, die einen Austausch zum Thema Lärmschutz anstreben.

Somit richtet sich die Förderung und Vernetzung des Musicboards nicht in erster Linie an Musiker_innen, sondern an Strukturen in der Musikszene. »Thema ist immer Berlin. Und dann geht es ganz stark, natürlich und ausschließlich um Popkultur und Nachwuchs«, so Lucker.

Für 2014 und 2015 hat der Berliner Senat bereits eine weitere Unterstützung des Boards mit 1 Million Euro jährlich zugesichert, außerdem wird sich um Drittmittel bemüht. Katja Lucker zeigt sich optimistisch: »Es wird sicherlich im nächsten Jahr noch mehr passieren, weil es dann mehr Vorlauf gibt.«

Den Artikel lesen in der Melodie&Rhythmus 5/2013, erhältlich ab dem 30. August 2013 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Anzeigen

Che: Die ersten Jahre

flashback
logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Jetzt am Kiosk!

Anzeige Rosa-Luxemburg-Konferenz

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop

M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

Interview lesen
 
Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

Interview lesen
 
"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
Radiointerview anhören