Melodie & Rhythmus

Revolutionäres Bewußtsein

26.09.2017 14:31

mr
Fotos: Patrick Fabian, Ralf Rasch, Rolf Zöllner/Studio 1058, Jürgen Freymann, Christian Ditsch

60 Jahre Melodie & Rhythmus – Zeitzeugen erinnern sich

Wenn Sie, liebe Leser, hier und da zu dieser Zeitschrift greifen, dann wissen Sie: Die Melodie & Rhythmus (M&R) ist ein Fels in der Brandung im Wandel der Zeit. Im November 1957 – fast gleichzeitig mit dem Popmagazin Bravo – als »Fachblatt für Tanz- und Unterhaltungsmusik« gegründet, überstand sie viele Redaktions-, Verlags- und sogar einen Systemwechsel. Rasch lockerten sich die kulturpolitischen Vorgaben der Anfangszeit, und bald stieg das Blatt zu einer der beliebtesten Zeitschriften der DDR auf. Nach der Gründung der Berliner Republik wurde das Magazin zunächst eingestellt, 13 Jahre herrschte Funkstille. Doch 2004 erlebte die M&R ihre Wiederauferstehung, beseelt von dem ambitionierten Vorhaben, mit einer alternativen Themensetzung dem musikjournalistischen Mainstream die Stirn zu bieten. Diese Mission verfolgt das aktuelle Redaktionsteam noch immer und mit immer größerer Verve. Im Frühjahr 2017 hat sie mit einem Relaunch sogar den »Tigersprung« zu einer Zeitschrift für Gegenkultur gewagt. 60 Jahre M&R – ein Grund, zurückzublicken und mit prominenten Zeitzeugen Erinnerungen Revue passieren zu lassen.

In der gedruckten Ausgabe finden Sie die Erinnerung der folgenden Künstler:

Siegfried »Siggi« Trzoß ist Moderator, Autor, Texter und anerkannter Kenner der DDR-Schlagerszene. In seiner Radio sendung »Kofferradio« präsentiert er seit vielen Jahren den Schlager des Ostens.

Jutta Weinhold hat als gebürtige Mainzerin die älteren Ausgaben der M&R erst nach dem Mauerfall kennengelernt. Sie sang in der Rockband Amon Düül II und mit Udo Lindenberg, gründete Zed Yago und tritt heute mit ihrer Band JWB auf.

Henry Kotowski ist Schlagzeuger, Gitarrist, Sänger und Komponist. Er ist Gründungsmitglied der legendären Sputniks, widmete sich mit Cott’n & Co. auch der Countrymusik.

Angelika Mann ist Sängerin, Bandleaderin und Pianistin, arbeitete zusammen mit Klaus Lenz, Uschi Brüning, Manfred Krug, Günter Fischer und Reinhard Lakomy.

Jäcki Reznicek startete seine Musikerkarriere bei der Klaus Lenz Big Band, spielte später bei East Blues Experience und ist heute bei Rauschhardt, Driftwood Holly und Silly aktiv.

Manfred Pokrandt ist diplomierter Mathematiker, spielt seit 30 Jahren Bass bei Engerling. Als Produzent leitet er das 1972 von Horst Krüger und Gerti Möller gegründete Studio 1058 in Berlin.

Tino Eisbrenner ist Liedermacher und Friedensaktivist. 1984 wurde er mit seiner Band Jessica zur beliebtesten Newcomer-Band der DDR gekürt. 2004 zählte er zum Redaktionsteam, dass die M&R-Tradition neu begründete.

Falkenberg heißt mit bürgerlichem Namen Ralf Schmidt, war als IC oder IC Falkenberg der größte Popstar in der DDR der 80er-Jahre. Er arbeitet als Sänger, Texter, Komponist, Fotograf und Produzent.

Nicolás Rodrigo Miquea ist Dichter und Liedermacher aus Chile. 1996 wurde er Stipendiat der Pablo-Neruda-Stiftung, später studierte er klassische Gitarre in New York, Weimar und Rostock. Heute tritt er in Konzerten regelmäßig sowohl mit klassischer als auch populärer Musik auf.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie & Rhythmus 4/2017, erhältlich ab dem 29. September 2017 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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