Melodie & Rhythmus

Schrecklicher Wachtraum

28.06.2016 14:16
Frankenstein

Foto:
Universal Studios/public domain/commons.wikimedia.org/wiki/file:frankenstein’s_monster_(boris_karloff).jpg

Vor 200 Jahren entstand Mary Shelleys berühmter Roman »Frankenstein« – Sein Einfluss auf die Popkultur ist bis heute Ungebrochen

Matthias Rude

Erst im letzten Jahr wählten die Engländer den Song auf Platz elf der beliebtesten Nummer-eins-Hits aus den 80ern: »China in Your Hand« (1987), das erfolgreichste Stück der englischen Band T´Pau. Was kaum jemand weiß: Der eingängige Popsong hat ein Ereignis zum Thema, das sich vor genau 200 Jahren zutrug und die Geburtsstunde moderner Science-Fiction- und Horrorliteratur markiert.

1816 war das berüchtigte »Jahr ohne Sommer«; Schneefälle und Überschwemmungen hatten in Europa und den USA katastrophale Missernten und Hungersnöte zur Folge. Mary Shelley war erst 19 Jahre alt und hieß noch Mary Godwin. Sie und ihr Geliebter Percy Shelley waren vor den Eltern und der öffentlichen Meinung dem Dichter George Gordon Byron an den Genfer See gefolgt. Denn Percy, der unter anderem – inspiriert durch Marys Vater William Godwin, den Begründer des modernen politischen Anarchismus – in seinen Schriften radikale politische Positionen vertrat, war zu diesem Zeitpunkt noch mit einer anderen Frau verheiratet. »Die Abende zogen sich lange hin und ließen sich nur mit Rauschmitteln oder endlosen Diskussionen versüßen«, so der Literaturwissenschaftler Alexander Eilers. Die Dispute drehten sich auch um die Frage nach der Grundlage des Lebens und darum, wie die Elektrizität damit zusammenhing: »Vielleicht könnte man einzelne Teile einer Kreatur herstellen, zusammensetzen und mit Lebenswärme versorgen«, beschreibt Mary Shelley die Überlegungen in der Vorbemerkung zu ihrem berühmten Roman.

Die zündende Idee für » Frankenstein« kam ihr durch einen schrecklichen Wachtraum: »Ich sah das bösartige Phantom eines hingestreckten Mannes und dann, wie sich durch das Werk einer mächtigen Maschine Lebenszeichen zeigten und er sich mit schwerfälligen, halblebendigen Bewegungen rührte. Es muss grauenhaft sein; denn die Folgen allen menschlichen Strebens, den gewaltigen Mechanismus des Weltenschöpfers zu verhöhnen, wären zweifellos überaus schrecklich.«

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 4/2016, erhältlich ab dem 1. Juli 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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