Melodie & Rhythmus

Für »Pedro, Maria, Juan und José«

28.06.2016 14:33
Dietmar Koschmieder

Dietmar Koschmieder

Victor Jaras Diskurs: Daniel Viglietti, Uruguay, Konzertiert in der Casa de las Americas

Ulli Fausten

»So unterschiedliche Fahnen / Und die Armut ist überall die gleiche / Ich möchte meine Landkarte zerreißen / Und eine Karte für alle formen / Mestizen, Schwarze und Weiße« (Daniel Viglietti, »Milonga de andar lejos«)

Daniel Viglietti tritt vor sein Publikum im Sala Che Guevara der Casa de las Américas in Havanna. Dieser Konzertsaal ist ein echtes Schmuckkästchen, überdimensionale moderne Gemälde zieren die Seitenwände, die sechs Meter hohe Plastik »Der Lebensbaum« überstrahlt in Orange, Rot und Gelb die Grautöne im Hintergrund. Viglietti ist wegen des erstmals vergebenen Noel-Nicola-Preises nach Havanna gekommen – für Verdienste um das iberoamerikanische Lied.

Der uruguayische Musiker ist in Lateinamerika und der Karibik eine Legende. Geboren 1939 in Montevideo, wandte er sich in den 1960er-Jahren dem »Canto popular« zu – was mit »Volkslied« nur sehr unzureichend übersetzt ist. Sein Werk ist geprägt von radikalen sozialen Inhalten, seine Texte unterstützten die Volkskämpfe im Süden. 1972 landete er deswegen im Gefängnis, wurde nach internationalen Protesten von u. a. Jean-Paul Sartre, François Mitterrand und Oscar Niemeyer freigelassen. Sein nicht minder berühmter Landsmann, der Dichter Mario Benedetti, begleitete ihn ins Exil nach Paris, von wo aus er zahlreiche Solidaritätskonzerte in aller Welt gegen die Diktatur in Uruguay und in anderen lateinamerikanischen Ländern bestritt. 1984 kehrte er nach Montevideo zurück, gefeiert von Abertausenden.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 4/2016, erhältlich ab dem 1. Juli 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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