Melodie & Rhythmus

Ansingen gegen die Angst

28.06.2016 14:12
Foto: Dustin Rabin

Foto: Dustin Rabin

Billy Talent beschwören die verändernde Kraft des Rock’n’Roll und beweisen, dass Inhalte ohrwurmtauglich sein können

Christoph Kutzer

Besaß Rockmusik jemals die revolutionäre Sprengkraft, die sie so gerne zelebriert? Vermochte sie die Welt zu verändern, und vermag sie es noch? Ian D’Sa, Gitarrist und Hauptsongwriter der kanadischen Alternative-Rockband Billy Talent, glaubt an den Rock’n’Roll. Er sei eine potenziell treibende Kraft für gesellschaftliche Entwicklungen, habe in den 50er- und 60er-Jahren gesellschaftliche Ketten gesprengt, in den 90ern mit dem Grunge Zeichen gesetzt und könne auch heute noch relevant sein – trotz all des nichtssagenden Gedudels um uns herum. Die Hymne zu diesem Credo findet sich unter den neuen Stücken: »Louder than the DJ«. Überhaupt zeigt sich das Quartett auf seinem mittlerweile fünften Album engagiert. »Afraid of Heights« erhebt die Höhenangst zur Metapher für das Zögern, den entscheidenden nächsten Schritt zu gehen. »Es ist schon verrückt«, stellt Ian fest. »Einerseits neigt der Mensch dazu, vorzupreschen und erst danach über die Folgen nachzudenken, wenn sie ihn selbst betreffen. Andererseits wagt er zu wenig, wenn es darum geht, Dinge wieder ins Lot zu bringen. Die Angst vor neuen Wegen blockiert uns oft genug.«

Auch wenn das Cover-Artwork von » Afraid of Heights« mit seiner Zweiteilung zwischen menschengemachter Zerstörung und Naturkatastrophen nicht gerade Zuversicht ausstrahlt: Ian sieht die Mission der Band in der Verbreitung positiver Gedanken. »In unserer Anfangszeit haben uns Rage Against the Machine geprägt, die zwar auch eine gewisse Aggressivität besaßen, aber nicht destruktiv waren.

Billy Talent Afraid of Heights
Warner
www.billytalent.de

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 4/2016, erhältlich ab dem 1. Juli 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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